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Ursachen der CO2-Entwicklung in Deutschland in den Jahren 1990 bis 1995

Forschungsbericht 296 43 124
Causes of the trend in CO2 emissions in Germany between 1990 to 1995
 

Berlin: Umweltbundesamt, 1998, II, 203 pp.
Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Luftreinhaltung; Texte - Umweltbundesamt, 98,44
German
Book
Fraunhofer ISI ()
Kohlendioxid; Energieeinsparung; Privathaushalt; Kleinanlage; Energieverbrauch; Industrie; Emittent; Schadstoffemission; Industrieemission; Verkehr; Elektrizitätswirtschaft; Luftschadstoff; Klein- und Mittelbetrieb; Fernwärmeversorgung; Energiewirtschaft; Luftverunreinigung; Fernwärme; emission; Sektorspezifische Analyse; CO2 emission; Bundesrepublik Deutschland; Ostdeutschland

Abstract
Zum Rückgang der CO2-Emissionen in Deutschland in den Jahren von 1990 bis 1995 haben ausschließlich die neuen Bundesländer beigetragen. Wie die sektorübergreifenden und sektorspezifischen Analysen gezeigt haben, ist dies aber nicht lediglich auf den drastischen wirtschaftlichen Einbruch in Ostdeutschland zurückzuführen. Vielmehr ist festzustellen, daß dazu nicht nur die nachhaltigen Veränderungen in der Struktur der in Ostdeutschland eingesetzten Energieträger zugunsten weniger emissionsintensiver Brennstoffe beigetragen haben, sondern vor allem auch die nahezu alle Sektoren umfassende Reduktion der Energieintensität. Dies bedeutet, daß die rationelle Energienutzung in den neuen Bundesländern im bisherigen Verlauf der neunziger Jahre schon beträchtlich gesteigert worden ist. Allerdings ist nicht zu übersehen, daß in Ostdeutschland nach wie vor ein deutlicher Rückstand gegenüber Westdeutschland besteht. So waren im Jahre 1995 die gesamtwirtschaftliche Energieintensität um fast 80 Prozent und die gesamtwirtschaftliche Kohlendioxidintensität sogar um rund 140 Prozent höher als in den alten Bundesländern. Dies weist auf weitere große Rationalisierungspotentiale hin, bei deren Nutzung selbst ein kräftiges wirtschaftliches Wachstum in den neuen Ländern in den kommenden Jahren nicht zu einem steigenden Energieverbrauch und wieder zunehmenden CO2-Emissionen führen muß.

 

It is exclusively the new Federal countries which contributed to the reduction in CO2 emissions in Germany between 1990 and 1995. As the cross-sector and sector specific analyses have shown, however, this is attributable not only to the drastic economic downturn which occurred in that region. It should be noted, rather, that contributing factors not only include the lasting changes in fuel structure which were effected in Eastern Germany in favour of fuels which are less emission-intensive, but, above all, the reduction in energy intensity in nearly all relevant sectors. This means that energy use in the new Federal countries has already become considerably more rational in the course of the 1990s to date. Nonetheless, it cannot be overlooked that Eastern Germany still lags behind Western Germany in this area: For example, in 1995 overall economic energy intensity was nearly 80 percent greater in the new Federal countries than in the old Federal countries, overall economic carbon dioxide intensity was even 140 percent higher. These figures reveal further major potential for efficiency enhancements - potential which, if made use of, could enable even strong economic growth in the new Federal countries in the coming years to occur without increasing energy consumption or reversing the trend for CO2 emissions.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-58586.html