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Umweltschutztechnik für kleinere Unternehmen - Welche Konsequenzen ergeben sich aus den spezifischen Bedingungen?

Beitrag zum umweltpolitischen Kongreß der Landesregierung von Baden-Württemberg "Umweltbewußt produzieren und verbrauchen. Auf dem Weg zur ökologischen Neuorientierung der Industriegesellschaft", 24.-26. Sept. 1991 in Stuttgart
 
: Böhm, E.; Meyer-Krahmer, F.
: Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung -ISI-, Karlsruhe

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-px-583351 (2.7 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 43269db5467e8b449d781bea972514fd
Created on: 21.3.2013


Karlsruhe: ISI, 1991, 10 pp.
German
Book, Electronic Publication
Fraunhofer ISI ()
Anforderungen; Entschwefelung; Entstickung; Feuerungsanlagen; kmU; Moderne Lösungen; Rauchgasreinigung; TA Luft; Umweltschutztechniken

Abstract
Unmittelbar vor Inkrafttreten der TA-Luft-Novelle 1986 wurde für sekundäre Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen hinter Feuerungen ein erheblicher Investitionsbedarf für die kommenden Jahre angenommen. Der zunächst erhoffte Boom für nachgeschaltete Rauchgasreinigungsanlagen ist ausgeblieben, da die Betreiber die Auflagen der TA-Luft überwiegend durch Brennstoffsubstitutionen oder (feuerungstechnische) Primärmaßnahmen einhalten bzw. einhalten werden. Umweltschutztechniken für Großanlagen (in Großunternehmen) lassen sich nur sehr bedingt auf die Verhältnisse in kleineren Anlagen (kleinen Unternehmen) übertragen. Gründe hierfür sind unterschiedliche Faktoren, die in kleineren Unternehmen bzw. bei kleineren Anlagenkapazitäten eine besondere Rolle spielen: - Die spezifischen Kosten der Umweltschutztechniken sind in der Regel höher (Investitionen und erforderliche Ingenieurdienstleistungen) - Die Betriebsbedingungen schwanken häufiger (stärker wechselnde Auslastung, weniger Serienfertigung). - Die Kapazitäten sind für innerbetriebliches Recycling/Verwertung häufig zu gering. - Kleinere Betriebe sind personell und labortechnisch schlechter ausgestattet. Aus den genannten Bedingungen ergeben sich für geeignete Umweltschutztechniken in kleineren Unternehmen eine Reihe von Anforderungen, wie: - veränderte oder neue technische Konzepte, Bereitstellung modularer Lösungen, - Möglichkeiten der einfachen Wartung und Betriebsüberwachung (stoffspezifische Sensoren statt komplizierter Analytik), - Schaffung bestimmter organisatorischer Voraussetzungen, - größerer Beratungsbedarf und Bedarf an externen Schulungen. Die Ausgangssituation und Lösungsmöglichkeiten kleinerer Unternehmen werden anhand verschiedener Beispiele aus unterschiedlichen Branchen erläutert.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-58335.html