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Zur Bedeutung von schnellwüchsigen Baumarten als Rohmaterial für die Holzwerkstoffherstellung unter besonderer Berücksichtigung von Pappelholz für Spanplatten

On the use of fast growing decidous trees as a raw material for wood-based panels, especially poplar for particleboards. Mitteilung aus dem Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut - WKI - an der TU Braunschweig
 
: Roffael, E.; Dix, B.

:

Holz als Roh- und Werkstoff 46 (1988), No.7, pp.245-252
ISSN: 0018-3768
German
Journal Article
Fraunhofer WKI ()
Holzspanplatte; MDI-Klebstoff; Pappel; PF-Harz; Rindenanteil; schnellwüchsige Baumart; UF-Harz; Verleimung; Zugholz

Abstract
In der Bundesrepublik Deutschland ist das Interesse für die Verwendung von Holz aus Kurzumtriebplantagen gestiegen. Dies trifft insbesondere für Pappelholz zu. In der Arbeit wurde deshalb ein kurzer Abriß über die Verwertung von Pappelholz aus Kurzumtriebplantagen gegeben. Entrindetes Pappelholz bietet viele Vorteile als Rohstoff für Spanplatten. Es ist mit den konventionellen anorganischen und organischen Bindemitteln gut verleimbar. Die Mitverwendung der Rinde wirkt sich auf die physikalisch-mechanischen Eigenschaften der Platten negativ aus, die Formaldehydabgabe der Spanplatten wird durch ihre Mitverwendung jedoch verringert. Infolge der relativ niedrigen Rohdichte des Pappelholzes eignet es sich für die Herstellung von Spanplatten mit niedriger Rohdichte und hohen Festigkeitseigenschaften. Über das Verhalten von Zugholz und jungem Holz bei der Verleimung ist kaum etwas bekannt. Zum Schluß der Arbeit werden Untersuchungsergebnisse vorgestellt, die die Eigenschaften von UF- und PF-gebundenen Spanplatten aus unentrindeten 5jährigen Balsam-Pappeln verschiedener Klone betreffen. Die Ergebnisse zeigen, daß zwischen den Festigkeitseigenschaften von Spanplatten aus verschiedenen Klonen keine signifikanten Unterschiede bestehen. UF-gebundene Spanplatten weisen bei einem Rindenanteil von etwa 25% noch DIN-gerechte Qualitäten auf, auch die Biegefestigkeit und Dickenquellung von PF-gebundenen Spanplatten entsprechen den DIN-Vorschriften, eine Ausnahme ist die Kochfestigkeit. Diese lang entweder geringfügig oberhalb oder unterhalb der DIN-Anforderung.

 

In the Federal Republic of Germany increasing attention is paid to the possibilities of using midi- and minirotation poplar wood as raw material for wood-based panels. In the article a brief account is given on the state of knowledge regarding the behaviour of poplar wood in particleboard manufacture. Debarked poplar chips are easily bondable with conventionel organic and inorganic binders. The use of a high amount of bark is deleterious to the physical-mechanical properties of boards, however, bark decreases the formaldehyde release of wood-based panels significantly. Due to its low density, poplar wood can be used for the production of high strength particleboards at low density level. The paper shows that no comprehensive data is available on the behaviour of tension wood towards bonding. Moreover, no detailed information is accessible on the gluability of juvenile wood. In the paper experimental results are reported concerning the properties of particleboards from 5-year old balsam poplar trees using UF- and PF-resins as binders. The results indicate clearly that there are no significant differences in the bonding strength between different clones. Using UF-resins boards with acceptable quality can be made from chips containing about 25% bark. The PF-bonded boards showed acceptable dry bonding strength. However, the wet strength was fast above or fast below the value required by the standard.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-5824.html