Fraunhofer-Gesellschaft

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Formaldehyd-Dismutase aus Pseudomonas putida J3

 
: Rodewyk, B.

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Stuttgart: Fraunhofer IRB Verlag, 1998, 170 pp. : Ill.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 1998
Berichte aus Forschung und Entwicklung - Fraunhofer-Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik, 7
ISBN: 3-8167-5179-2
ISBN: 978-3-8167-5179-3
German
Dissertation
Fraunhofer IGB ()
Abwasserreinigung; Formaldehyd-Abbau; Formaldehyd-Biosensor; Formaldehyd-Dismutase; Formaldehyd-Resistenz; Pseudomonas putida

Abstract
Formaldehyd wird weltweit in einer Reihe von industriellen Prozessen wie der Kunstharzherstellung, in der Textilindustrie oder als Desinfektionsmittel eingesetzt. Anwendung und Entsorgungspraxis kann beim Menschen gesundheitliche Schäden verursachen. Dies führt zu Überlegungen, Formaldehyd in Abwasser oder Abluft mikrobiell abzubauen. Die in der vorliegenden Arbeit beschriebene Reinkultur Pseudomonas putida J3 zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Resistenz gegenüber hohen Formaldehyd-Konzentrationen sowie durch einen überdurchschnittlich schnellen Umsatz von Formaldehyd zu den weniger giftigen Substanzen Ameisensäure und Methanol aus. Beides konnte auf das Enzym Formaldehyd-Dismutase zurückgeführt werden und ließ den Stamm J3 für den Einsatz zur Reinigung formaldehydbelasteter Abwässer geeignet erscheinen. Inhalt dieser Arbeit ist die Entwicklung eines solchen zweistufigen Verfahrens. Die Ergebnisse der Charakterisierung des isolierten Enzyms eröffneten eine weitere Möglichkeit der biotechnologischen Nutzung. Sie führten zur Entwicklung eines ebenfalls hier vorgestellten wiederverwendbaren Formaldehyd-Biosensors.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-47878.html