Fraunhofer-Gesellschaft

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Explosivverdichten - eine spezielle Methode zur Verarbeitung technischer Pulver

Vortrag am 14. Februar 1989.
 
: Stiebler, K.
: TH Aachen -RWTH-, Fakultät für Maschinenwesen, Institut für Werkstoffkunde

Aachen, 1989
German
Book
Fraunhofer IFAM ()
Explosivverdichtung; Kompaktierung; Konsolidierung; Pulver; Stoßwelle

Abstract
Mit Hilfe des Explosivverdichts ist es möglich, Prozeßlinge hoher Dichte von den verschiedensten - auch von sehr harten - pulverförmigen Substanzen zu erzeugen. Dabei können auch Materialkombinationen verarbeitet werden, die auf anderen Wege nicht, ober nur schwer zu realisieren sind. Weiterhin gelingt die Erzeugung metalstabiler Hochdruckphasen, wie Diamant oder kubisches Bornitrid. Die bei der Verdichtung entstehenden Werkstoffzustände sind gekennzeichent durch ganz spezielle Mikrostrukturen, die zu ganz speziellen mechanischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften führen können. Die Werkstoffsynthese durch chemische Reaktion führt ebenfalls zu besonderen Eigenschaften des Endproduktes. Die Stoßwellenbehandlung von Pulvern kann außerdem zu einer Steigerung der chemischen Reaktivität oder auch zu einer Steigerung der katalytischen Aktivität der Materialien führen. Die kurze Prozeßdauer des Verdichtungsvorganges führt immer dann zu vorteilhaften Anwendungen, wenn bei anderen Ver fahren mit vergleichsweise langen Prozeßzeiten ein nachteiliger Zeiteinfluß auftritt z.B. in Form von Diffusion, Kornwachstum, Entmischungsvorgängen und Kristallisation.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-47451.html