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Werkstoffe für SCWO-Prozesse zur Oxidation von Cl-haltigen Schadstoffen in überkritischem Wasser

 

Kranzmann, A.; Gramberg, U. ; Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. -DGM-, Oberursel:
Werkstoffwoche '98. Bd.3: Symposium 3: Werkstoffe für die Energietechnik. Symposium 7: Werkstoffe für die Chemische Verfahrenstechnik
Weinheim: Wiley-VCH, 1999
ISBN: 3-527-29940-8
pp.393-398 : Ill., Lit.
Werkstoffwoche <2, 1998, München>
German
Conference Paper
Fraunhofer ICT ()

Abstract
Die Oxidation von Schadstoffen in überkritischem Wasser (SCWO - Supercritical Water Oxidation) ist ein vielversprechendes Verfahren für die zukünftige Entsorgung von schwer abbaubaren oder toxischen Substanzen. Infolge der in der Regel hohen Halogenkonzentrationen im Schadstoff kommt es aber zu starken Korrosionserscheinungen in den Anlagen. Es wurden Korrosionsuntersuchungen durchgeführt, wobei eine Versuchsanordnung verwendet wurde, die es erlaubt, Werkstoffe den SCWO-Bedingungen auszusetzen. Die Nickelbasislegierungen Alloy 625 und Alloy 686 wurden bei 500 Grad C und 46,5 MPa bis zu 320 h untersucht. Als Modellfluid wurde HCl+H2O+NaCl+Methanol mit H2O2 als Oxidationsmittel verwendet. Alloy 625 bildet komplexe Schichtsysteme, die aus Cr-Mo-Nb-O-Mischoxiden und Chloriden, vorwiegend NiCl2 bestehen. Alloy 686 bildet ähnliche Korrosionsschichten und zeigt nach 320 h zusätzlich Spannungsrißkorrosion. Die ICP-AES-Analyse des Fluids in Abhängigkeit von der Zeit zeigt Zeitabschnitte mit hoh en Ni-Konzentrationen alternierend mit Zeitabschnitten mit hohen Mo- und Cr-Konzentrationen, woraus abgeleitet werden kann, daß alternierende Mechanismen den Korrosionsverlauf bestimmen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-41515.html