Fraunhofer-Gesellschaft

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Vermeidungsstrategie - Entsorgungslogistik

 
: Holzhauer, R.; Rinschede, A.

FhG-Berichte (1990), No.3, pp.17-24
ISSN: 0342-1953
German
Journal Article
Fraunhofer IML ()
Entsorgung; Logistik; Müll; Strategie; Unternehmen; Waren

Abstract
Das im Jahre 1986 verabschiedete Abfallgesetz definierte Prioritäten hinsichtlich der Vermeidung, Verminderung und Verwertung von Abfällen. In diesem Beitrag soll anhand von zwei Beispielen aufgezeigt werden, wie eine mögliche Vermeidung stattfinden kann. Vermeidung bedeutet, daß ein gewisses Abfallprodukt überhaupt nicht entstehen soll, um anschließend entwertet (recycelt) zu werden. Hier zeigt sich die außerordentlich komplexe Aufgabenstellung der Abfallvermeidung. Beispielsweise versuchen seit mehreren Jahren viele Konstrukteure des Automobilbaus ein demontagefreundliches Auto hezustellen. Die Fachwelt spricht vom Vermeidungsgedanken. Allerdings ist die Demontage des Autos und das anschließende Shreddern gewisser Kunststoffe nach unserer Auffassung eine Verwertung (Recycling). Hier besteht ein Definitionsbedarf, wie der Begriff "Vermeidung" politisch und gesellschaftlich zu verstehen ist. Im folgenden wird versucht, einige Ansätze zu Vermeidungsstrategien darzulegen, um das Problemb ewußtsein sowohl in der Industrie als auch in der konsumierenden Bevölkerung zu wecken. Durch konsequente Anwendung der Querschnittsfunktion "Entsorgungslogistik" im Bereich der Unternehmensanalyse und bei Warenverteilprozessen sind Ansätze zur Realisierung des Vermeidungsgedankens erreichbar. Erst durch die konsequente Umsetzung dieser Erkenntnisse in die operative Ebene kann es zu einer tatsächlichen Vermeidung im Abfallbereich kommen. Diese Umsetzung obliegt allen Disziplinen, die an der Abfallentstehung beteiligt sind.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-39788.html