Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

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Strategien für die Produktion im 21. Jahrhundert

 
: Warnecke, H.-J.

Hoß, D.; Schrick, G.:
Wie rational ist Rationalisierung heute? Ein öffentlicher Diskurs anläßlich des 75jährigen Jubiläums des Rationalisierungskuratoriums der Deutschen Wirtschaft -RKW- e.V.
Stuttgart: Raabe, 1996
ISBN: 3-88649-189-7
pp.193-202
German
Book Article
Fraunhofer IPA ()
21. Jahrhundert; Fertigung; FhG; Standort

Abstract
Die Entwicklung der industriellen Produktion war in den letzten Jahrzehnten durch einen steten Wachstumsprozeß der Märkte in Europa und eine Epoche des technologischen Fortschrittes auf allen Gebieten gekennzeichnet. Noch bis vor kurzem gehörte Deutschland dabei unbestritten zu den wirtschaftlich und wissenschaftlich führenden Nationen der Welt. Diese hohe Leistungsfähigkeit und Qualität des Produktionsstandortes Deutschland wird seit einiger Zeit zu recht in Frage gestellt. Die Wettbewerbsfähigkeit produzierender Unternehmen bestimmt aber in bedeutendem Maße Wohlstand, Angebot und Qualität von Arbeitsplätzen, die Freiheit persönlicher Entfaltung sowie die Möglichkeit, künftigen Generationen eine in ökologischer, gesundheitlicher und wirtschaftlicher Hinsicht wünschenswerte Zukunft zu sichern. Und nur mit dem wirtschaftlichen Erfolg deutscher Produkte auf globalen Märkten können die eigentlichen Ziele, eine möglichst hohe Wertschöpfung, hohes Beschäftigungsniveau, hohe Qualität der Arb eit und langfristige Umwelt- und Ressourcenschonung, erreicht werden. Dabei ist klar, daß Unternehmen am Standort Deutschland ihre Wettbewerbsfähigkeit selbst zu otimieren haben. Aber anhand welcher Szenarien, Regeln, Randbedingungen können Strategien entwickelt werden? Welche Partner können in Problemlösungen einbezogen werden? Ebenso klar ist, daß der Staat im Zuge sich ständig ändernder Wettbewerbsvorgaben für ein Wachstum des produzierenden Gewerbes am Standort Deutschland ständig neu vorgeben muß. Aber wie werden sich neue Rahmenbedingungen für die Unternehmen, die Mitarbeiter, die Menschen und die Zukunft insgesamt aus? Wie ist es möglich, die Umsetzung der gemeinsamen Ziele aller am Standort Deutschland lebenden Menschen nachhaltig zu fördern? Die bedrohlichste Neuerung aber scheint der sich beschleunigende Wandel aller Umfeldbedingungen zu sein. Nur das Unsichere scheint sicher. Die entscheidende Fragen sind: Wie begegnet man dieser Enwicklung bzw. wie kann man sie sich vielle i cht sogar zunutze machen? Wird vor diesem Hintergrund die Entwicklung herkömmlicher unternehmens- und industriepolitischer Strategien überhaupt noch möglich oder sinnvoll sein?

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-34965.html