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Die sommerlichen Temperaturverhältnisse in Wohngebäuden schwerer und leichter Bauart

 
: Frank, W.; Künzel, H.

Haustechnik, Bauphysik, Umwelttechnik 100 (1979), No.3, pp.85-92
ISSN: 0016-9277
German
Journal Article
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Unter thermisch instationaeren Bedingungen - wie sie z.B. im Sommer unter starker Besonnung auftreten - wirkt sich die Waermekapazitaet der Aussen- und Innenbauteile von Gebaeuden auf die Hoehe und die Schwankungen der Raumlufttemperatur aus. Aber auch die Wohn- und Nutzungsgepflogenheiten - insbesondere die Betaetigung eines Sonnenschutzes und die Art des Lueftens - beeinflussen das sommerliche Raumklima. Leichtbauten unterscheiden sich von Mauerwerksbauten durch eine geringere Waermekapazitaet. Im Gefolge davon regieren Leichtbauten auf Aenderungen der Waermeeinwirkung von aussen und innen rascher als schwere Bauten. Dies wirkt sich auf die Geschwindigkeit des Aufheizens und Auskuehlens im Winter und auf die Raumlufttemperaturen unter sommerlichen Bedingungen aus. Aufgrund von Erfahrungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit wurden die raumklimatischen Verhaeltnisse in Leichtbauten oftmals einseitig abwertend mit dem Wort "Barackenklima" beschrieben. Mit welchen Gewichten die baulichen Einfluesse sowie die Wohn- und Nutzungsgepflogenheiten das Raumklima in der Praxis bestimmen, wurde bisher nicht ueberprueft. Um festzustellen, wie unterschiedlich unter sommerlichen Bedingungen die Lufttemperaturen in Raeumen leichter und schwerer Bauart sind, wurden vom Institut fuer Bauphysik im Jahre 1975 Messungen in Wohnungen durchgefuehrt. Diese erstreckten sich nur auf Wohnraeume in der Regel in Einfamilienhaeusern. Raeume in Buero- oder Schulgebaeuden wurden nicht mit einbezogen. (IBP)

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-34264.html