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Zur Rolle der Gewebssteroide bei benigner Hyperplasie und Prostatakarzinom

 
: Bartsch, W.; Voigt, K.-D.

Der Urologe. A (1987), No.26, pp.349-357 : Abb.,Tab.,Lit.
ISSN: 0042-1103
ISSN: 0340-2592
Study Group for Steroid Hormones (International Conference) <12, 1985, Rom>
German
Conference Paper
Fraunhofer ITA ( ITEM) ()
Gewebssteroid; Hyperplasie(benign); Prostatahyperplasie; Prostatakarzinom

Abstract
Die vorliegenden mannigfaltigen Stoffwechseldaten der Prostatahyperplasie beruhen auf Grundlagenforschungen der Endokrinologen. Fuer den Urologen haben sie interessante Aspekte in der Kenntnis der Pathomorphologie der Prostatahyperblasie erbracht. Die wichtigsten Befunde lassen sich zusammenfassen: 1. Testosteron ist das zirkulierende androgene Prohormon und vermittelt die intrazellulaere androgendeterminierende Botschaft erst ueber das Stoffwechselprodukt Dihydrotestosteron, das eigentliche Wirkhormon. 2. Die diesem Stoffwechselvorgang zugrundeliegenden 5alpha-Reduktase ist vornehmlich ein stromales Enzym. 3. Der Oestrogenstoffwechsel in der Stromazelle der Prostata ist moeglicherweise mit dem pathologischen Prostatawachstum assoziiert. 4. In der Hyperblasie akkumulieren Dihydrotestosteron und 17beta-Oestradiol in den Kernen der Stromazellen. 5. Androgene der Nebenniere werden ebenfalls in der menschlichen Prostata metabolisiert. Aus ihnen entstehen Substanzen teils mit androgener, te ils mit oestrogener Wirksamkeit. 6. Veraenderungen des Sex-Hormon-bindenden Globulins (SHBG) finden sich sowohl bei Patienten mit und ohne Hyperblasie, so dass der Einfluss auf die Entwicklung der Prostatahyperplasie fraglich ist. 7. Obwohl bei einem Test der bisher vorliegenden Untersuchungsergebnisse derzeit noch nicht klar zu definieren ist, ob sie von kausaler Bedeutung sind, vermoegen die Daten die Basis fuer eine rationale endokrine Therapie zu geben. (ITA)

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-32223.html