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Prozeßkettenmanagement in der Lagerplanung. Reorganisation der Lagerabwicklung erschließt Rationalisierungspotentiale

 
: Manthey, C.

Zeitschrift für Logistik 16 (1995), No.2, pp.32-39
ISSN: 0173-8062
German
Journal Article
Fraunhofer IML ()
Lagerplanung; Prozeßkette; Prozeßkettenmodulation; Service-Management; Servicekonzept

Abstract
Der Artikel beschreibt die Anwendung der am Fhg-IML entwickelten Methode des Prozeßkettenmanagement auf die Lagerplanung. Diese Methode eignet sich sowohl zur innovativen Reorganisation (Top-Down) als auch für die Planung und Umsetzung permanenter Verbesserungen (Bottom-Up) im Rahmen von Kaizen-(TQM) Bestrebungen. Die Basis des PKM bilden zeitorentierte Prozeßkettenpläne, die die Abwicklung von Lageraufträgen beschreiben. Die Prozeßabsicht beinhaltet eine Abkehr von der bislang vorhersehenden, technikorientierten Planung, zu einer ganzheitlichen Berücksichtigung aller Prozeßparameter: Lenkung, Prozesse, Struktur und Ressourcen. Diese Parameter sind so einstellbar, daß die wettbewerbsrelevanten Ziele der Servicekost, Servicezeiten und Servicequalitäten eine kundenorientierte Ausprägung erfahren. Die Zielausprägung ist zunächst für das Gesamtunternehmen zu formulieren und anschließend aus dem Teilbereich Lager herunterzubrechen und präzise zu quantifizieren. Die Lagerplanung kann dann au tonom und losgelöst von den Aktivitäten der überlagerten Planungsebenen erfolgen, solange deren Zielvorgaben erfüllt werden. Dies, und die Durchgängigkeit der Zielvorgaben über alle Planungsebenen ist Voraussetzung für einen permanenten Kaizen-Prozeß. Das Prozeßmanagement beinhaltet die Phasen der a) Prozeßkettenaufnahme (hier kommen Referenzmodelle zum Einsatz), b) der Datenaufnahme (im wesentlichen handelt es sich um Kosten-, Zeiten- und Kapazitätsdaten) und c) der Verbesserung der Prozeßketten (Prozeßkettenmodulation, hier kommen Checklisten zum Einsatz). Im Artikel wird die Prozeßfkettenmodulation anhand von 4 Beispielen beschrieben.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-30019.html