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Primärmaßnahmen zur Verminderung der Lösemittel-Emissionen aus Lackierereien

 
: Ondratschek, D.

Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH, Graz:
Umweltwissenschaftliche Fachtage
Graz, 1991
pp.211-221
Umweltwissenschaftliche Fachtage <1991, Graz>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
Lackabfall; lackieren; Lackierereiabfall; Lacknebelverlust; Lackrecycling; Lackschlamm; Lösemittelemission

Abstract
Die aus Lackiererein abgegebene Menge an organischen Kohlenwasserstoffen liegt in Deutschland an zweiter Stelle nach dem Kfz-Verkehr. Die entstehenden Lösemittelemissionen sind vorrangig durch Primärmaßnahmen zu vermindern: Die ersten Überlegungen sollten die qualitativ erforderliche Schichtdicke bzw. Anzahl der Lackschichten beinhalten, und die Lackierarbeiten und damit die Lösemittelemissionen von vornherein auf das notwendige Maß zu beschränken. Für einen breiteren Einsatz der lösemittelarmen bzw. -freien Beschichtungsstoffe werden Rohstoffe mit verbessertem Qualitätsprofil und der zusätzlichen Möglichkeiten zu Lackrecycling und -verwertung gefordert. Zur Erhöhung des Lackauftragswirkungsgrades und damit zur Verminderung der Lack- und Lösemittelverluste ist der Einsatz geeigneter Lackierverfahren zu prüfen. Beim Spritzlackieren sind durch Optimierung der verarbeitungstechnischen parameter zum Teil erhebliche Verringerungen der lacknebel- und Lösemittelverluste erreichbar. Weiterhin sind durch verbesserte Techniken beim Farbwechsel bedeutende Mengen an Spül-Lösemittel einsparbar. Wirtschaftlichkeit, Qualität und Umweltfreundlichkeit der zukünftigen Lackiertechnologien sind am wirksamsten über gesamtheitliche Betrachtungen der Prozeßführung zu erreichen, d.h., daß sämtliche Einflußgrößen "vom Werkstückanlieferungszustand bis zum fertigen Produkt" erfaßt und optimiert werden müssen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-29313.html