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Photokatalytische Unterstützung der H2O2/UV-C-Oxidation zur Behandlung schwach kontaminierter Wässer am Beispiel der EDTA-Eliminierung

 
: Fandrich, R.; Kümmel, R.

Abwassertechnik in der Produktion. Loseblattausgabe
Augsburg: WEKA-Fachverlag
Aktualisierung Februar 1999, Teil 5/5.7, 20 pp.
German
Book Article
Fraunhofer UMSICHT Oberhausen ()
water treatment; photocatalysis; advanced oxidation process (AOP); hydrogen peroxide; titanium dioxide; ultraviolet (UV); Wasseraufbereitung; Photokatalyse; erweitertes Oxidationsverfahren; Wasserstoffperoxid; Titandioxid; UV-Oxidation

Abstract
Unter bestimmten Bedingungen kann durch Ausnutzung der photokatalytischen Wirkung von TiO2 eine Opti-mierung des H2O2/UV-C-Prozesses durch Absenkung des Energiebedarfs erreicht werden. Um die Abtrennproblematik bei Einsatz von suspendiertem TiO2 zu vermeiden, wurden im Rahmen von Vorarbeiten TiO2-Coatings auf Traegern aus Borosilikatglas hergestellt. Zur Untersuchung der Effektivitaet der Coatings unter UV-C-Bestrahlung wurde eine Versuchsapparatur entwickelt, in der fuer den Einsatz verschiedener Quecksilberniederdruck-Strahler unterschiedliche Reaktorgeometrien (Rohrreaktor, Fallfilmreaktoren) realisiert worden sind. Durch vergleichende Untersuchung des Abbauverhaltens von 2-Chlorphenol als Modellschadstoff in waessriger Loesung mit und ohne H2O2 sind zunaechst die reaktionsbeschleunigenden Effekte von TiO2 in Abhaengigkeit von den Reaktions- bzw. Bestrahlungsbedin-gungen (Strahlungsquelle, Reaktortyp und -geometrie sowie H2O2-Konzentration) untersucht worden. Potentielle Einsatzmoeg lichkeiten des Katalysators leiten sich u.a. fuer den Bereich der Trinkwasseraufbereitung ab. In einer zweiten Stufe der Untersuchungen sind am praxisrelevanten Beispiel der Behandlung eines mit EDTA kontaminierten Rohwassers (Uferfiltrat) zur Trinkwassererzeugung die Ener-gieeinsparungspotentiale der Variante H2O2/UV-C bei Unterstuetzung durch immobilisiertes TiO2 untersucht worden. Die Ergebnisse zeigen, dass bei Verwendung von Quecksilberniederdruck-Strahlern des Typs NIQ der fuer konventionelle Quecksilbermitteldruck-Strahler zu erwartende Energiebedarf ueberschlaegig um 50%, durch zusaetzliche Verwendung von TiO2 um etwa 70% reduziert werden kann.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-28401.html