Fraunhofer-Gesellschaft

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Oberflächenreinigung von Metallen

 
: Kalb, H.; Hipp, C.; Angerer, G.

Angerer, G.; Bierhals, R.; Hipp, C.; Kalb, H.; Lang, J.; Marscheider-Weidemann, F.; Nathani, C.; Reger, G.; Schön, M. ; Umweltbundesamt -UBA-, Berlin:
Innovationspotentiale von Umwelttechnologien : Innovationsstrategien im Spannungsfeld von Technologie, Ökologie und Ökonomie
Heidelberg: Physica-Verlag, 1998 (Technik Wirtschaft und Politik 32)
ISBN: 3-7908-1125-4
pp.19-74
German
Book Article
Fraunhofer ISI ()
Abwasserbehandlung; Gesetzgebung; Kohlenwasserstoff; Metalloberflächenreinigung; metallverarbeitende Industrie; Metallverarbeitung; Oberflächenreinigung; Plasmaanlage; Problemlösung; Reinigungsanlage; Umweltverträglichkeit; Metall; Chlorkohlenwasserstoff; zweite BImSchV; umweltfreundliche Technik; Schadstoffemission; Abwasserbehandlung; Destillation; ultrafiltration; Abwasserreinigung; betrieblicher Umweltschutz; Klein- und Mittelbetrieb; Entscheidungshilfe; Vollzugsdefizit; Wettbewerbsverzerrung; umweltorientierte Unternehmensführung; Innovationspotential; Marktforschung; Oberflächenreinigung; Betriebsumstellung; Plasmareinigung; Entscheidungsfindung; Hemmnislage; Oberflächenbehandlung; Reinigungsverfahren; Metallindustrie; Naßverfahren; Emissionsminderung; Verfahrenstechnik; Lösungsmittel

Abstract
Die Neufassung der 2. BlmSchV von 1990 bedeutete eine erhebliche Verschärfung der Emissionsvorschriften für CKW-Reinigungsanlagen (chlorierte Kohlenwasserstoffe).Wesentlich war die neue Forderung, daß die Lösemittelkonzentration in dem Bereich der Reinigungsmaschinen, aus dem das Reinigungsgut entnommen wird, auf unter 1 g/m(exp 3) abgesenkt sein muß, bevor die Maschine geöffnet werden darf. Wie dieses Schleusenvolumen abgereichert werden soll, wird nicht vorgeschrieben. Eine gute Lösung und gängige Praxis ist die Vorkondensierung mittels Kühlfalle und eine Restentfernung der Lösemittel durch Aktivkohlefilter. Diese Maschine arbeitet mit ganz ohne Abluft. Gefördert werden durch die 2. BlmSchV auch die wässrigen Reinigungssysteme. Dabei ist zu bedenken, daß wässrige Reinigung nicht überall problemlos eingesetzt werden kann. Die Reiniger - alkalisch, neutral oder sauer - müssen grundsätzlich auf das Reinigungsgut abgestimmt sein. Nachteilig ist die energie- und zeitaufwendigere Trocknung des Reinigungsgutes. Notwendig ist eine Abwasserbehandlung. Hier wird von den Anlagenherstellern an der derzeitigen Abwassergesetzgebung das Genehmigungsverfahren bemängelt. Abwasserfreie Anlagen arbeiten als Destillationsanlagen, in denen das verschmutzte Waschwasser verdampft und das Kondensat als Spülwasser wiederverwendet wird oder setzen die Ultrafiltration ein. Für die Reinigung dünner Öl- oder Fettschichten eignet sich auch das Niederdruck-Plasmaverfahren. Der Einsatz emissionsarmer Techniken hat bereits zu einer deutlichen Emissionsentlastung geführt. Der Verlauf der Umstellung auf umweltverträgliche Reinigungsverfahren wird in vier ausgewählten Unternehmen nachgezeichnet. Die Motive und Ziele sowie die Besonderheiten der Entscheidungsprozesse werden nach Interviews herausgearbeitet. Deutlich wurde, daß die meisten Unternehmen keine Strategie besitzen, die Umweltziele explizit und gleichberechtigt neben anderen Firmenzielen beinhaltet. Die Weiterentwicklung wässriger Verfahren ist demnach eine normale Anpassungsinnovation im Rahmen eines sich neu öffnenden Marktes.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-26806.html