Fraunhofer-Gesellschaft

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Neue Wege zum elektrostatischen Lackieren von Kunststoffteilen mit Wasserlacken

 
: Hoffmann, U.

Ondratschek, D.:
10. Deutsches Wasserlack-Symposium '95. Tagungsunterlagen
Berlin: Technik und Kommunikation Verlag, 1995 (Schriftenreihe Praxis-Forum)
pp.55-64
Deutsches Wasserlack-Symposium <10, 1995, Bad Nauheim>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
Elektrostatik; elektrostatischer Lackierprozeß; Kunststoff; Kunststoffteil; Kunststoffteilelackierung; lackieren; Wasser; Wasserlack

Abstract
Ohne umfangreiche und systematische Versuche ist die Realisierbarkeitschance beim elektrostatischen Lackauftrag für die jeweilige Anwendung nicht abschätzbar; allgemeine Regeln bestehen bisher nicht. ln den Anwendungsfällen mit einem Grundlackaufbau sollte der Einsatz eines leitfähigen Grundlackfilmes zur Ermöglichung des elektrostatischen Auftrages der nachfolgenden Lackschichten unbedingt überprüft werden. Für Anwendungen, bei denen ein leitfähiger Grundlackfilm nicht möglich ist (z.B. bei einem Einschichtaufbau), sollten u.a. folgende Primärmaßnahmen untersucht werden: * wässerige Antistatiklösung, * komplettes oder partielles Vorspritzen mit Lackmaterial und * Warenträger aus Nichtleitermaterial in Verbindung mit optimierter Erdungsdynamik und berührungsloser Erdung. Diese Maßnahmen können kombiniert und mit Zusatzmaßnahmen unterstützt werden (z.B. physikalische Vorbehandlung, erhöhte Werkstücktemperatur, Klima bei der Konditionierung und beim Lackauftrag, leitfähige Hinterlegung d er Kunststoffteile). Für erste Versuche ist auch der Einsatz von Spritzpistolen mit Elektrostatikunterstützung sinnvoll. Versuche sollten in jedem Fall gemeinsam mit den Lack-, Geräte-, Automaten- und Anlagenherstellern durchgeführt werden, da Modifizierungen beim Lackmaterial und in der Anlagentechnik zu erwarten sind. Generell ist die Realisierungschance für den elektrostatischen Lackauftrag ohne vorangegangene Leitlackbeschichtung bei Anwendung von Wasserlacken wegen der elektrischen Leitfähigkeit der Naßlackschicht deutlich höher als bei der Anwendung lösemittelhaltiger Lacke. Die beim Einsatz von Wasserlacken notwendigen Maßnahmen zur Potentialtrennung in der Lackversorgung oder der Einsatz der Außenaufladung sind weitgehend technisch gelöst.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-25896.html