Fraunhofer-Gesellschaft

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Der Nachweis von nuklearen Sprengköpfen

 
: Rosenstock, W.

Verhandlungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft 30 (1995), No.7, pp.891
ISSN: 0420-0195
ISSN: 0372-5448
Physikertagung <59, 1995, Berlin>
German
Abstract
Fraunhofer INT ()
Abrüstung; disarmament; Kernwaffen; Nichtverbreitung; non-proliferation; nuclear weapons

Abstract
Für die Überprüfung von Abrüstungsmaßnahmen sowie zum Nachweis von kernwaffenfähigem Spaltmaterial in Behältern, die aus Sicherheitsgründen nicht geöffnet werden können, kommen nur zerstörungsfreie Techniken in Frage. Die verschiedenen zerstörungsfreien Möglichkeiten zum Nachweis und zur Identifizierung ungezündeter nuklearer Sprengköpfe werden diskutiert. Dabei wird zwischen passiven und aktiven Nachweismethoden unterschieden: mit Hilfe der passiven Methoden werden kernwaffenspezifische Eigenschaften ohne äußere Einwirkung auf nuklearen Sprengkopf nachgewiesen; mit Hilfe der aktiven Methoden erfolgt dieser Nachweis durch äußere Einwirkung (z.B. Bestrahlung). Unsere Abschätzungen zeigen, daß insbesondere der Nachweis der Kernstrahlung aus dem nuklearen Sprengstoff eine Identifizierung ermöglicht. Daher wird im folgenden über experimentelle Untersuchungen zum Nachweis und zur Induzierung dieser Kernstrahlung an Modellen berichtet. Die Gamma-Strahlung aus dem nuklearen Sprengstoff ist n iederenergetisch und läßt sich leicht abschirmen bzw. ist bereits konstruktionsbedingt abgeschirmt. Wesentlich durchdringungsfähiger sind Neutronen aus spontaner bzw. induzierter Spaltung. Hier ist ein Nachweis selbst hinter Betonmauern noch möglich.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-25429.html