Fraunhofer-Gesellschaft

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Möglichkeit der stofflichen und energetischen Verwertung einzelner Fraktionen aus Sandfängern und Ölabscheidern

 
: Wolf, A.; Kraus, J.; Leonhardt, H.

Fortbildungszentrum Gesundheits- und Umweltschutz e.V. -FGU-, Berlin:
Verfahren zur Verwertung von Ölabscheiderinhalten und Sandfangrückständen : Seminar 09 im Rahmen der UTECH '96
Berlin, 1996
pp.75-90
Umwelttechnologieforum <1996, Berlin>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
Abwasseraufbereitung; Abwasserreinigung; Ölabscheider; Ölverschmutzung; Sandfangrückstand; Wasserhaushaltsgesetz

Abstract
Die Notwendigkeit, unsere Gewässer vor Verschmutzung zu schützen, gehört heute zu den vordringlichsten Zielen der Umweltvorsorge. Wesentliche Aufgaben stellen sich dabei im Bereich industrieller mineralölverunreinigter Abwasser. Die modifizierten Vorgaben des Wasserhaushaltsgesetzes und die zusätzlich verschärften Bedingungen des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes haben zunehmende Sandfang- und Ölschlammengen aus der Abwasserreinigung zur Folge und räumen der Wiederverwertung Priorität vor deren Beseitigung ein. Die bisher praktizierte Entsorgung, die sich im wesentlichen auf Deponierung und Sondermüllverbrennung beschränkte, entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. sie wird zudem durch das Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes sowie die dazugehörigen Rechtsverordnungen und technischen Anleitungen erheblich erschwert und zeitlich begrenzt. Durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahre stehen mobile Behandlungsanlagen zu Verfügung, die eine selekti ve Reststoffentnahme sowie Abwasserreinigung und -rückführung möglich machen. Die branchen- und betriebsspezifisch bezogenen rohstoffliche Erfassung und Berwertung der Sandfang- und Öl/Benzinabscheiderinhalte soll die Reststoffzusammensetzung bzw. Schadstoffbelastung durch die Auswertung der Analysedaten transparent machen und damit die anschließende rohstoffgerechte Verwertung der relativ schadstoffarmen Sande in der Bauindustrie bzw. der hochenergetischen Ölschlämme in der Zement- und keramischen Industrie ermöglichen. Darüber hinaus ist durch die Zugabe von Reststoffen unter definierten Bedingungen, z.B. in der Ziegelproduktion eine Kohlendioxidminderung durch den Ersatz von Primärenergie erreichbar.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-24862.html