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Zum Mechanismus der Bildung von flüchtigen Säuren bei der Verleimung mit alkalisch härtenden Phenolformaldehydharzen

WKI-Mitteilung 523/1990.
 
: Miertzsch, H.; Schröder, M.; Roffael, E.

Holz-Zentralblatt 116 (1990), No.111, pp.1684-1685
ISSN: 0018-3792
German
Journal Article
Fraunhofer WKI ()
acetic acid; Alkaligehalt; alkaline content; alkaline phenolic formaldehyde; alkalisches Phenolformaldehydharz; Ameisensäure; Essigsäure; flüchtige Säure; formic acid; Holzspan; Holzspanplatte; PF-Harz; PF-resin; resin; volatile acid; wood particle; wood particleboard

Abstract
Bei der Verleimung von Holzspänen mit alkalisch härtenden PF-Harzen werden Acetylgruppen abgespalten, dies führt zur Bildung von Natriumacetat, das unter thermohydrolytischen Bedingungen Essigsäure abspaltet. Infolgedessen geben PF-Spanplatten im Bereich hoher relativer Luftfeuchte im allgemeinen mehr Essigsäure ab als UF- oder PMDI-Spanplatten, die Abgabemenge hängt u. a. von der Alkalität des Harzes ab. Die abgegebene Menge an Ameisensäure aus PF-Spanplatten ist bei nidriegen Temperaturen bis etwa 40 Grad Celsius geringer als die der UF-verleimten Platten, die aus dem gleichen Spanmaterial hergestellt sind. Dies hängt offensichtlich damit zusammen, daß das Alkali in PF-Harzen die Abgabe von Ameisensäuren stärker unterdrückt als die der Essigsäure. Dieses Phänomen läßt sich mit den unterschiedlichen Ks-Werten der beiden Säuren erklären. Erst bei hohen Temperaturen wird die Abgabe von Ameisensäure aus PF-Spanplatten stärker als die aus UF-Spanplatten. Insofern wird bei PF-Spanplatten A meisensäure aus dem PF-Harz abgegeben und nicht aus den Holzspänen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-23237.html