Fraunhofer-Gesellschaft

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Kompliziert geformte filigrane Bauteile aus Pulverwerkstoffen durch Heißgießen

 
: Lenk, R.; Richter, C.

Deutsche Gesellschaft für Chemisches Apparatewesen, Chemische Technik und Biotechnologie e.V. -DECHEMA-, Frankfurt/Main:
Innovation by materials
Frankfurt am Main: DECHEMA, 1996
pp.182-183
INNOMATA <2, 1996, Dresden>
German
Conference Paper
Fraunhofer IKTS ()
Bauteil; Bindemittel; Formgebung; Heißgießen; Keramik

Abstract
Das Heißgießen, auch Niederdruckspritzgießen genannt, beruht wie auch das Pulverspritzgießen darauf, daß das Pulver durch Zugabe von thermoplastischen Bindemitteln in einen fließfähigen Zustand gebracht wird. Bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes des Binders wird die dann fließfähige Masse unter Druck in eine Metallform gespritzt, wo sie erkaltet und den "Grünling" bildet. Nach dem Austreiben des Bindemittels wird der Rohling, hier auch "Braunling" genannt, gesintert. Beim Heißgießen werden flüssig schmelzende Paraffine und Wachse als Bindemittel verwendet. Der Anteil des Bindemittels soll, da es nach der Formgebung durch thermische Prozesse wieder ausgetrieben wird, möglichst niedrig sein. Für die Verarbeitung der Heißgießschlicker sind optimale rheologische Eigenschaften erforderlich. Die Stabilisierung der feindispersen Keramikteilchen im Binder wird durch die sterische Wirkung von kurzkettigen grenzflächenaktiven Stoffen erreicht. Um eine feste Adsorption der Moleküle an der Teilchenoberfläche zu gewährleisten, müssen die grenzflächenaktiven Stoffe über funktionelle Gruppen verfügen, die den jeweiligen Oberflächeneigenschaften der Pulver gerecht werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-20737.html