Fraunhofer-Gesellschaft

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Höhere Produktivität bei der Zerspanung - Facharbeiterorientiertes Low-tech-Konzept zur Nutzung von Körperschall-Emissionen

 
: Klimmer, Matthias; Ruppel, Roland; Schulze, Hartmut

VDI-Z integrierte Produktion 136 (1994), No.9, pp.33-39
ISSN: 0042-1766
German
Journal Article
Fraunhofer ISI ()
Arbeitspsychologie; Betriebswirtschaft; CeA; CNC; Computergestützte erfahrungsgeleitete Arbeit; Ingenieurwissenschaft; Körperschall-Emissionen; Prozeßüberwachung; Körperschall; Verkapseln; Lernen; CNC Maschine; Prozeßüberwachungssystem; Maschinengeräusch; Schallempfänger; Schallemission; Hilfsregelung; Herstellkosten; Facharbeiter; Zerspanung; Kosten Nutzen Analyse

Abstract
Moderne CNC- Maschinen müssen voll verkapselt sein, weil in der Regel mit hohen Schnittgeschwindigkeiten und mit Kühlschmierstoffen gearbeitet wird. Die Kapselung behindert die optische und akustische Wahrnehmung des Zerspanprozesses und damit seine direkte Überwachung und Optimierung durch den Maschinenführer. Fertigungstechnisch anspruchsvolle Werkstücke erfordern jedoch besonderes "Fingerspitzengefühl" bei der Zerspanung. Forschung und Praxis erkennen dies zunehmend und haben erste Lösungen konzipiert, dem Benutzer den Prozeß wieder näher zu bringen. Im Rahmen des Forschungsprojekts "Computergestützte erfahrungsgeleitete Arbeit" wurden innovative Funktionsbausteine entwickelt und getestet. Einer davon sieht die Nutzung von Körperschall-Emissionen vor. Im Unterschied zu herkömmlichen Prozeßüberwachungssystemen, die dem Prinzip der Automatisierung folgen, handelt es sich hierbei um ein facharbeiterorientiertes Low-tech-Konzept, das die spezielle Erfahrung von Fachkräften einbezieht. K örperschall-Emissionen werden wahlweise über Kopfhörer oder Lautsprecher an die Arbeitskräfte übermittelt. Durch die Bereitstellung zusätzlicher und differenzierter Informationen werden die Facharbeiter besser als bisher in die Lage versetzt, den Zerspanungsprozeß den Anforderungen der jeweiligen Arbeitssituation entsprechend zu steuern. Die hierzu in Labor- und Feldversuchen gesammelten Erfahrungen stellt der Beitrag aus Sicht von Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft und Arbeitspsychologie vor.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-17398.html