Fraunhofer-Gesellschaft

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Fräsbearbeitung von Druckgießformen mit schlanken Schaftfräsern

 
: König, W.; Löffler, R.; Werner, A.

Gießerei 79 (1992), No.22, pp.922-928
ISSN: 0016-9765
ISSN: 0175-1034
German
Journal Article
Fraunhofer IPT ()
Druckgießform; Fräsbearbeitung; Frässtrategie; Prozeßauslegung; Schaftfräser; Schlankheitsgrad; Schnittwert; Warmarbeitsstahl

Abstract
Zur Senkung der Durchlaufzeit bei der Herstellung von Druckgießformen bietet sich die Kürzung der Fertigungsfolge von der Konstruktion bis zum fertigen Teil an, welche über die weitgehende Substitution der Funkenerosion durch das Fräsen erreicht werden kann. Die Steigerung der Wirtschaftlichkeit bei der Fräsbearbeitung des vergüteten Warmarbeitsstahls wird durch den Einsatz leistungsfähiger Schneidstoffe erreicht, die hohe Werte für Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeit zulassen. Die Analyse der Wirkmechanismen hinsichtlich der Werkzeugschwingungen zeigt auf, daß neben der Werkzeugsteifigkeit, welche über den Durchmesser, die Auskraglänge und die Schaftform bestimmt wird, das Arbeitsergebnis maßgeblich vom Verhältnis der Fräsereigenfrequenz zur Zahneingriffsfrequenz abhängt. Eine Systematik zur Prozeßauslegung ermöglicht die Übertragung der Versuchsergebnisse auf unterschiedliche Bauteilgeometrien. Durch die gezielte Anpassung der Prozeßparameter an die Eingriffssituation lassen sich st abile Prozeßbedingungen bei der Fräsbearbeitung von vergütetem Warmarbeitstahl mit schlanken Schaftfräsern realisieren. Vor allem kleineren und mittleren Unternehmen wird damit die Möglichkeit zur Verfügung gestellt, die hohe Flexibilität der Fräsbearbeitung zur wirtschaftlichen Herstellung von Druckgießformen bei geringen Stückzahlen zu nutzen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-15301.html