Fraunhofer-Gesellschaft

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Es muß nicht immer Auto sein - Mobilität im Spannungsfeld zwischen Mensch und Umwelt

Verlagsbeilage Umwelt und Technik
 
: Jünemann, R.

Frankfurter Allgemeine Zeitung (1993), No.107, pp.B 11
ISSN: 0174-4909
German
Journal Article
Fraunhofer IML ()
Car-Sharing; City-Logistik; Entsorgung; Mobilität; Parkraumbewirtschaftung; Road-Pricing; Stadt; Verkehrsinformationssystem; Verkehrssteuerungssystem; Versorgung

Abstract
Diese Entwicklung des Individualverkehrs, die sich in den nächsten Jahren verstärken wird, führt in vielen Bereichen zu erheblichen Problemen. Der Mensch selbst wird zunehmend Opfer seines Mobilitätsanspruches, indem er steigenden Belastungen durch verkehrsbedingte Schadstoff- und Lärmemissionen ausgesetzt ist, was zu einer erheblichen Reduzierung der Lebensqualität führt. Die für eine freie Mobilität notwendige unkontrollierbare Inanspruchnahme der zur Verfügung stehenden Infrastruktur führt sowohl auf den Fernverkehrsstraßen als auch im Nahverkehrsbereich zu Engpässen, die den Mobilitätsanspruch nur noch mehr einschränken. Lösungsansätze der letzten Jahre, die auf Kapazitätssteigerungen durch den Aus- und Neubau von beispielsweise Straßen und Flughäfen abzielen, sind nicht nur kostenintensiv und ökologisch gesehen immer schwerer vertretbar, sondern stellen nur eine zeitliche Verlagerung, keine Lösung des Problems dar. Es ist heute schon festzustellen, daß eine Vielzahl dieser Maßnahm en bereits überholt sind, so daß erneut Überlastungen des Verkehrssystems auftreten. Um die neuen Herausforderungen zu bewältigrn, die an die Verkehrspolitik durch den Aufbau der ostdeutschen Wirtschaft und durch die Schaffung des Binnenmarktes und die Währungsunion gestellt werden bedarf es einer Umorientierung. Neue, verkehrsträgerübergreifende, auf einer ganzheitlichen Betrachtungsweise basierende Konzepte sind gefordert. Zentral oder dezentral organisierte Güterverkehrs- und -verteilzentren als Schnittstelle zwischen dem Nah- und Fernverkehr werden hierbei in Zukunft ein entscheidender Bestandteil von logistikgerechten Verkehrskonzepten sein. Sie tragen dazu bei, den Verkehr zu bündeln, die Auslastung der Transportsysteme zu optimieren und so den Verkehrsträger Straße zu entlasten. Wesentliche Komponenten sind leistungsfähige Umschlaganlagen und vielseitig verwendbare Transportbehälter.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-13127.html