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Der Effekt von inhaliertem Terbutalin auf die Acetylcholin-induzierte Bronchokonstriktion wird durch vernebeltes Surfactant nicht verstärkt

Kurzfassung
 

Pneumologie 48 (1994), Sonderheft 2, pp.623
ISSN: 0934-8387
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (Kongreß) <36, 1994, Berlin>
German
Conference Paper
Fraunhofer ITA ( ITEM) ()
Acetylcholine; rat; surface active agents

Abstract
Vernebeltes Surfactant kann die Obstruktion asthmatischer Patienten verbessern. (1) Bei der Ratte haben wir kürzlich gezeigt, daß vernebeltes Surfactant die Acetylcholin-induzierte Bronchokonstriktion hemmt. Da angenommen wird, daß Surfactant als Trägerstoff für die pulmonale Deposition von Medikamenten einsetzbar ist (2), sollte in dieser Studie untersucht werden, ob die Vernebelung eines Terbutalin-Surfactant-Gemisches einen additiven, hemmenden Effekt auf die Acetyl-induzierte Bronchokonstriktion aufweist. Intubierte, spontanatmende Wisatr-Ratten (350-450 g) wurden entweder mit vernebelten Terbutalin (0,027% w/v), Surfactant (Alveofact®), einem Terbutalin-Surfactant-Gemisch (Kombination) oder Vehikel (Ringer-Lösung, Kontrolle) vorbehandelt. Zur effizienten Vernebelung wurde ein eigens konstruierter Düsenvernebler eingesetzt ( Bronchy-H, Fraunhofer-Institut). Die Bronchokonstriktion wurde durch standartisierte, computergesteuerte Vernebelung von Acetylcholin ausgelöst. Die Aerosolkon zentration wurde kontinuierlich photometrisch gemessen. Für jedes Aerosol wurde das Partikelgrößenspektrum durch Kaskadenimpaktor-Messungen. Mittels Ganzkörperplethysmographie wurden Spontanatmungsparameter (Atemwegsresistance [RL], Compliance [Cdyn], Atemzugvolumen [Vt) und Atemfrequenz [f]) bestimmt und vor der Vorbehandlung, sowie vor und nach der Acetylcholin-Provokation aufgezeichnet. Die Basalwerte zeigten keinen signifikanten Unterschied vor und nach der Vorbehandlung. Die Acetylcholin-Provokation löste eine signifikante Bronchokonstriktion aus. Dabei betrug der Anstieg des Atemwegswiderstandes in Kontrolltieren 64,5 +- 7,5% (Mittelwert +- SEM), während der RL-Anstieg in Terbutalin-, Surfactant- und Terbutalin-Surfactant-behandelten Tieren 45,2 +- 8,9 %, 34,3 +- 4,9 % bzw. 39,7 +- 7,1 % betrug. Dieser Unterschied war für die Surfactant- und Terbutalin-Surfactant-behandelten Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe statistisch signifikant. Ein additiver Effekt des Terbutalin-Surfa c tant-Gemisches gegenüber der alleinigen Gabe von Terbutalin oder Surfactant war nicht nachweisbar. Die übrigen Spontanatmungsparameter waren statistisch zwischen den Gruppen nicht unterschiedlich.
Zusammenfassend hemmen sowohl Terbutalin als auch Surfactant die Acetylcholin-induzierte Bronchokonstriktion bei der Ratte; ein additiver Effekt einer Kombination aus Surfactant und Terbutalin ist nicht nachweisbar.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/PX-10695.html