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Bewirtschaftungsbedingte Veränderungen der P- und K-Versorgung zwischen zwei Bodeninventuren auf der Versuchsstation Klostergut Scheyern

 
: Weinfurtner, K.; Gerl, G.

VDLUFA ; Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten -VDLUFA-:
Nachhaltige Landwirtschaft. Teil 6 : Kongressband 2000 Stuttgart-Hohenheim, 112. VDLUFA-Kongress vom 18. bis 22. September 2000
Darmstadt: VDLUFA-Verlag, 2000 (VDLUFA-Schriftenreihe 55,6)
ISBN: 3-922712-81-9
pp.68-78
Verband Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (Kongress) <112, 2000, Stuttgart>
German
Conference Paper
Fraunhofer IUCT ( IME) ()
Landwirtschaft; Nährstoffversorgung; Geostatistik

Abstract
Auf der Versuchsstation Klostergut Scheyern im südbayerischen tertiären Hügelland wurde 1991 eine Bodeninventur in einem 50 * 50 m Raster durchgeführt, um die räumliche Variabilität der P- und K-Versorgung zu erfassen. Aufgrund der guten Nährstoffversorgung wurde seit 1991 auf eine mineralische P- und K-Düngung verzichtet. Ende 1992 wurde die Schlageinteilung des Betriebes umgestaltet und der Betrieb, in Abhängigkeit von der Bonität der Ackerschläge, in zwei Betriebsteile aufgeteilt, die nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus bzw. nach den Zielen des integrierten Pflanzenbaus bewirtschaftet werden. Eine nach vier Jahren erneut durchgeführte Bodeninventur sollte aufzeigen, inwieweit eine Veränderung der Versorgungssituation und der räumlichen Verteilung aufgrund der Bewirtschaftung aufgetreten ist. Die an den Rasterpunkten ermittelten Gehalte an CAL-löslichem P und K wurden geostatistisch ausgewertet und auf die Fläche interpoliert. Bei der P-Versorgung sind nur geringe Veränd erungen festzustellen. Die Ackerflächen befinden sich weiterhin zu 90 % in den Versorgungsstufen C und höher. Die Grünlandflächen sind deutlich schlechter versorgt, dennoch sind auch dort 2/3 aller Flächen in die Versorgungsstufen C bis E einzuordnen. Bewirtschaftungsbedingte Veränderungen sind eher in der räumlichen Verteilung als in der Höhe festzustellen. So erhöhte sich die räumliche Variabilität in den Ackerflächen des ökologischen Betriebes deutlich, während sie in den Grünlandflächen abnahm. Obwohl die Gehalte an CAL-löslichem K in den Ackerflächen des integrierten und ökologischen Betriebes signifikant abgenommen haben, können weiterhin mehr als 95 % der Fläche in die Gehaltsklassen C bis E eingestuft werden. Die Grünlandflächen zeigen im Mittel keine Veränderungen des KCAL-Gehaltes, allerdings kommt es innerhalb der Flächen zu Umverteilungen. Eine deutliche Zunahme von KCAL ist in den Brachflächen zu beobachten. Die Variabilität nimmt in den Ackerflächen des integriert bewir tschafteten Betriebes und auf den Grünlandflächen ab, in den ökologisch genutzten Ackerflächen und den Brachflächen hingegen zu. Für die meisten Schläge konnte ein Zusammenhang zwischen der Veränderung der P- und K-Gehalte und den Nährstoffsalden gezeigt werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-9820.html