Fraunhofer-Gesellschaft

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Belüften oder nicht belüften? - Es kommt auf die Konstruktion an!

 
: Künzel, H.M.

Garrecht, H. ; Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. -WTA-:
WTA-Tag 2009 in Darmstadt : 25. WTA-Kolloquium "Bauinstandsetzen heute", 12./13. März 2009 in Darmstadt
München: WTA, 2009 (WTA-Schriftenreihe 31)
ISBN: 978-3-937066-11-0
pp.221-232
Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege (WTA-Kolloquium) <25, 2009, Darmstadt>
German
Conference Paper
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Die Notwendigkeit einer Hinterlüftung der äußeren Abschlussschicht einer Außenwand wird in der Praxis immer noch diskutiert. In der Vergangenheit haben mehrere europäische Studien bewiesen, dass zweischalige Wandsysteme genauso gut oder sogar besser als ohne Hinterlüftung funktionieren und es ist mittlerweile üblich, die Belüftungsschicht völlig wegzulassen. Auf der anderen Seite haben jüngste Studien aus Nordamerika den Nutzen einer Hinterlüftung von Gipsputzschicht oder einer vorgesetzten Backsteinfassade einer Wand in Holzrahmenbauweise bestätigt. Um diesen Widerspruch zu lösen, wurde ein einfaches Belüftungsmodell in ein eindimensionales hygrothermales Simulationsprogramm implementiert und durch den Vergleich mit experimentellen Daten validiert. Die Berechnungsergebnisse helfen, die verschiedenen Auffassungen über die Vorteile einer Belüftung zu erklären. Ohne Belüftung kann eine Außenwand nach einer Regenperiode eine nach innen gerichtete Wasserdampfbewegung erfahren. Dies ist überlicherweise kein Problem für eine massive Wandkonstruktion aus Mauerwerk, welche sehr leicht eine beträchtliche Menge Wasserdampf ohne jegliches Risiko absorbieren kann. Dennoch, belüften kann wichtig werden, wenn die konstruktive Schicht einer Wand feuchtigkeitsempfindlich ist, wie z.B. OSB- oder Sperrholzverkleidung, welche oft in Nordamerika als Wandkomponenten verwendet werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-96062.html