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Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen in Logistikunternehmen

 
: Clausen, U.; Deymann, S.

Inderfurth, K. ; Universität Magdeburg, Institut für Logistik und Materialflusstechnik -ILM-:
Sustainable Logistics. 14. Wissenschaftliche Fachtagung 2009 : 14. Magdeburger Logistik-Tagung, Magdeburg, 26. - 27. Februar 2009; Logistik aus technischer und ökonomischer Sicht
Magdeburg: LOGISCH, 2009 (Magdeburger Logistik - Logistik aus technischer und ökonomischer Sicht)
ISBN: 978-3-930385-69-0
pp.31-43
Magdeburger Logistik-Tagung <14, 2009, Magdeburg>
Wissenschaftliche Fachtagung Sustainable Logistics <2009, Magdeburg>
German
Conference Paper
Fraunhofer IML ()
Treibhausgasemission; Klimaschutz

Abstract
Im Rahmen des Kyoto Protokolls und der EU-Lastenverteilung hat Deutschland zugesagt, seine CO2-Emission auf Basis des Levels von 1990 zwischen 2008 und 2012 um 21 % zu reduzieren. Im Gegensatz zu anderen Bereichen stiegen die Emissionen des Transportsektors in den letzten Jahren leicht an. Wesentlicher Treiber waren steigende Transportleistungen im Straßengüterverkehr und im Besonderen das Wachstum der Kurier-, Express- und Paket-Branche (KEP) (MacLeod, 2001). Der Trend zum Outsourcing von Transportleistungen, die Zunahme des E-Commerce sowie die schrittweise industrielle Integration führten zu dieser Marktentwicklung. (Verron et.al, 2004; Petermann, 2001).
Daher ist die Logistikbranche heute aufgerufen, ihre Treibhausgasemission (THG) mittels der zur Verfügung stehenden technischen und organisatorischen Maßnahmen zu reduzieren. Zu diesem Zweck wurde auch das Projekt " Maßnahmen zur Minderung von THG-Emissionen stationärer und mobiler Prozesse in Logistikunternehmen am Beispiel Deutsche Post World Net (STAMoLo)" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel war der Entwurf einer kosteneffizienten Strategie zur Minderung von THG-Emissionen von DHL Paket Deutschland. Der Fokus liegt auf der Identifikation von kurzfristig umsetzungsfähigen Maßnahmen, die zur Reduktion von THG-Emissionen und Kosten führen. Zum ersten Mal wurden dabei stationäre und mobile Prozesse gleichzeitig in einem integrativen Ansatz analysiert. Dies ist wichtig, da nennenswerte Emissionen nicht nur aus dem Transport, sondern auch aus den Handlingprozessen, z.B. in den Paketzentren, resultieren. Die Entscheidung zur Auswahl geeigneter Minderungsmaßnahmen wurde durch die Öko-Effizienz-Analyse genutzt. Das Projekt konnte so einen Beitrag zur Reduktion der THG-Emissionen in der KEP-Branche leisten, indem kurzfristig realisierbare Win-Win- Maßnahmen identifiziert und bereits innerhalb der Projektlaufzeit umgesetzt wurden. Auf diese Weise wurden nicht nur THG-Emissionen eingespart, sondern auch Beiträge zur Innovationsleistung und zur Konkurrenzfähigkeit der KEP-Branche.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-94214.html