Fraunhofer-Gesellschaft

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Fallstudie: Verhaltensanalyse einer an Demenz erkrankten Seniorin

 
: Naroska, E.; Stockmanns, G.; Dimitrov, T.; Haverkamp, T.; Kurzschenkel, M.; Meyer, W.; Perszewiski, H.

Baehren, T.:
Ambient Assisted Living 2009. 2. Deutscher AAL-Kongress mit Ausstellung. CD-ROM : Technologien - Anwendungen, 27. - 28. Januar 2009 in Berlin, Tagungsbandbeiträge
Berlin: VDE Verlag, 2009
ISBN: 978-3-8007-3138-1
Kongress Ambient Assisted Living (AAL) <2, 2009, Berlin>
German
Conference Paper
Fraunhofer IMS ()
ambient assisted living; Verhaltensanalyse; Fallstudie; Demenz

Abstract
Die demographische Entwicklung in Deutschland wird in beispielloser Art und Weise neue Herausforderungen an das Pflegesystem in Deutschland wie auch ganz Europa stellen. Das Verbleiben der Senioren in ihrer häuslichen Umgebung ist ein viel versprechender neuer Ansatz, diesen Herausforderungen zu begegnen. Aber nicht immer ist dies ohne Gefährdung des Bewohner möglich. In solchen Fällen ist der Umzug in eine ambulante Wohngemeinschaft oft ein für den Patienten tolerierbarer Kompromiss zwischen dem Bedürfnis nach gelebter Eigenständigkeit und Notwendigkeit von Betreuungsleistungen. Solche betreuten Wohngemeinschaften unterliegen jedoch einem ständig wachsenden Kostendruck, dem in der Zukunft nur durch den Einsatz moderner technisch unterstützter Lösungen entgegengewirkt werden kann. Solche Ansätze basieren darauf, dass das Verhalten der betreuten Personen elektronisch erfasst, analysiert, bewertet und bei Bedarf geeignete Maßnahmen getroffen werden. Das wirft natürlich die Fragestellung auf, mit welchen Mitteln welche Qualität an Verhaltensinformationen gewonnen werden kann. Eine erste Antwort darauf soll die hier vorgestellte Studie liefern.
Im Rahmen der Untersuchung soll beispielhaft die technische Ausstattung eines demenzgerechten Bewohnerzimmers in einer Wohngemeinschaft individuell definiert werden. Als Sensoren kommen hierbei Lichtschalter bzw. -taster, Bewegungsmelder, Tür- bzw. Fensterkontakte sowie ein Aktivitätssensor zum Einsatz. Alle Komponenten sind hierbei per Netzwerk mit einem zentralen Rechner verbunden, der die Aufzeichnung der Daten übernimmt. Während der Aktivitätssensor ein speziell für die Beurteilung der Schlafqualität entwickelter Sensor ist, handelt es sich bei allen übrigen Sensoren um herkömmliche Komponenten der Hausautomatisierung. Dieser Ansatz wurde gewählt, um ein möglicht praxisnahes und reales System testen zu können, so wie es später auch in großem Maßstab in den Einsatz gehen könnte.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-89773.html