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Einsatz von preisgünstig legierten hochfesten Stählen für die unkonventionelle thermomechanische Herstellung von Hohlteilen

 
: Masek, B.; Klauberova, D.; Stankova, H.; Malina, J.; Glass, R.; Meyer, L.W.

Buchmayr, B. ; Montanuniversität Leoben, Lehrstuhl für Umformtechnik:
XXVII. Verformungskundliches Kolloquium 2008 : 08.03. bis 13.03.2008, Planneralm/Donnersbach
Donnersbach, 2008
ISBN: 978-3-902078-11-7
pp.255-261
Verformungskundliches Kolloquium <27, 2008, Donnersbach>
German
Conference Paper
Fraunhofer IWU ()
Hohlkörper; Herstellungsverfahren; hochfester Stahl; chemische Zusammensetzung; Drücken=Formgebung; thermomechanische Behandlung; Umformtemperatur; Werkstoffgefüge; Austenitisierungstemperatur; Ferrit; Perlit=eutektoid; Martensit; Wasserabschrecken; Luftkühlung; Restaustenit; Feinkorn; mechanische Eigenschaft; Zugfestigkeit; Mangan-Chrom-Stahl; Silicium-Mangan-Chrom-Stahl

Abstract
Ein wichtiger Trend bei der Entwicklung von Bauteile liegt in der Minimierung des Eigengewichts bei gleichzeitigem Erreichen eines möglichst hohen Nutzungsgrades des verwendeten Werkstoffes. Dies initiiert eine Entwicklung von innovativen preisgünstig legierten hochfesten Stählen. Parallel dazu kommt es zu ständigen Verbesserung von Verarbeitungsstrategien für diese Stähle. Eine günstige Variante für die Herstellung von Hohlteilen aus hochfesten Stählen ist das Bohrungsdrücken rnit gekoppelter thermomechanischer Behandlung. Diese Strategie wurde verfolgt und es wurden verschiedene Zeit-Temperatur Verläufe für den Abkühlungsprozess erprobt. Das Ziel des Experimentes bestand darin an praxisrelevanten Teilen eine hohe Festigkeit bei gleichzeitig hoher Dehnung zu erreichen. Um diese Eigenschaften zu erreichen wurde in die thermomechanische Behandlung (TMB) ein Quenching and Partitioning (Q&P) Prozess integriert. Diese Bearbeitungsstrategie führte zu einem feinen martensitischen Gefüge mit einem kleinen Restaustenitanteil, wobei der Restaustenit zwischen den martensitischen Nadeln verteilt war. Die Endgefüge wurden rnetallographisch analysiert und die mechanischen Eigenschaften durch einen Minizugversuch ermittelt. Die Streckgrenze lag oberhalb 1750 MPa, die Zugfestigkeit betrug 1050 MPa bei einer Dehnung von 15%.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-89703.html