Fraunhofer-Gesellschaft

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Kognition und Reaktion. Die mitdenkende Fabrik

 
: Bauer, N.; Fallböhmer, M.; Isermann, M.; Lau, C.; Schmitt, R.; Schuster, A.; Zäh, M.

Brecher, C.; Klocke, F. ; TH Aachen -RWTH-, Laboratorium für Werkzeugmaschinen und Betriebslehre -WZL-; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie -IPT-, Aachen:
Wettbewerbsfaktor Produktionstechnik - Aachener Perspektiven. Tagunsband : AWK, Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium '08, 5. bis 6. Juni
Aachen: Apprimus-Verl., 2008
ISBN: 978-3-940565-04-4
pp.329-353
Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium (AWK) <26, 2008, Aachen>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPT ()
Selbstoptimierung; selbstorganisierendes System; automatische Fabrik; Fertigungstechnik; Entscheidungsfindung; lernender Automat; Funktionsprüfung; Informationsfluß; Wahrnehmungsverarbeitung; Wertschöpfungskette

Abstract
Wertschöpfungsketten werden heute typischerweise nur abschnittsweise auf der Basis vereinfachter Modellannahmen betrachtet. Wechselwirkungen zwischen den Prozessen, Materialien, Produktionsmitteln und den in diesem Umfeld handelnden Menschen sowie der Effekt von Änderungen auf das Produkt sind in der Regel nicht vollständig berücksichtigt. Um diesen Defiziten zu begegnen, bedient sich die mitdenkende Fabrik selbstoptimierender Produktionssysteme. Diese Systeme sind die Schlüsseltechnologie, um sowohl in der Produktionstechnik wertstromorientierte Ansätze zu nutzen, als auch die Effizienz der Planung durch Wiederverwendung bereits erworbenen Wissens und die Übertragung auf ähnliche neue Produktionsfälle zu steigern. Sie stellen Systeme dar, die kognitives Verhalten oder 'menschliches' Entscheidungsvermögen durch technische Architekturen nachbilden. Ziel der Einführung dieser neuartigen Ansätze für Produktions- und Montagesysteme ist es, sowohl für die technologischen als auch für die organisatorischen Bereiche stetig den aktuellen Zustand zu analysieren, zu bewerten und eine Systemanpassung an veränderliche Ziele vorzunehmen. Die mitdenkende Fabrik umfasst die ebenenübergreifenden Bereiche der Koordination, der Planung, der Steuerung und der Mensch-Maschine Interaktion. Schlüsselelemente dafür sind die Schaffung und Implementierung kognitiver Mechanismen sowohl auf planerischer und organisatorischer Ebene über Prozesse und Prozessketten hinweg als auch die Kommunikationsfähigkeit der beteiligten Entitäten.

 

Today, value chains are usually considered fractionally and on the basis of simplified model assumptions and can therefore only be regarded fractionally. Interactions between processes, materials, means of production and in this environment acting individuals as well as the effect of change on the product are usually not known exhaustively. In order to meet with these deficits, self optimizing production systems are used. These systems are a key technology, for raising the benefit of a value-chain oriented approach including identification and emphasis on valueadding talks as well as the planning efficiency by reutilisation of acquired knowledge and the application to similar and new production cases. They provide systems, that emulate the 'human' ability of reaching a decision with technical architectures. The goal of these novel approaches for production and assembly systems is to steadily analyze and evaluate the actual status in technological as well as in organisational areas and conduct a system adaption to alternating objectives. The cross-sectional fields of coordination, planning, steering and human-machine interaction determine the integrative frame of action of the self optimizing factory. Key elements for this purpose are the creation and implementation of cognitive mechanisms on the planning and organisational level across processes and process chains as well as the communicational ability of the participated entities.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-89640.html