Fraunhofer-Gesellschaft

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Planung und Umsetzung von Geschäftsmodellen für eGovernmentdienste in Public Private Partnerships

 
: Peinel, G.
: Jarke, M.; Krcmar, H.

Aachen: Shaker, 2008, 240 pp.
Zugl.: Aachen, TH, Diss., 2008
Fraunhofer series in information and communication technology, 2008, 1
ISBN: 978-3-8322-7755-0
ISSN: 1612-4863
German
Dissertation
Fraunhofer FIT ()
eGovernment; Wertschöpfungskette; Geschäftsmodell; public private partnership; Informationsdienst; Editor; Modellierung

Abstract
Ein Geschäftsmodell beschreibt auf abstrakte Art und Weise, wie ein Geschäft eines oder mehrerer kooperierender Unternehmen betrieben wird, d.h., wie ein Produkt oder eine Dienstleistung er¬bracht wird. Auch im eGovernmentbereich bieten Behörden Dienste und Produkte dem Kunden Bürger (G2C) oder Unternehmen (G2B) an. Diese Dienste werden meist jedoch nicht in Kooperation mit anderen Behörden oder gar kommerziellen Unternehmen betrieben, sondern oft allein von einzelnen Behörden implementiert und finanziert, obwohl Effizienz und Effektivität solcher Dienste durch eine Partnerschaft mit anderen kommerziellen oder nicht-kommerziellen Marktteilnehmern erhöht werden könnten. Für die Planung und Umsetzung solcher Public Private Partnerships (PPP) für eGovernmentdienste gibt es bisher kaum Ansätze und Vorschläge. Zum einen, weil die Theorie solcher Geschäftsmodelle noch relativ neu und nicht offiziell etabliert ist. Zum anderen, weil die ersten Forschungsvorhaben und -ergebnisse sich bisher kaum auf Behörden und ihre speziellen Voraussetzungen und Politiken konzentriert haben, sondern sich in ihrem Fokus oft nur auf kommerzielle Unternehmungen beschränken. Zudem werden solche Public Private Partnerships bis dato meist bei Bauvorhaben oder Infrastrukturprojekten eingesetzt, selten jedoch für IT-gestützte Behördendienste. Diese Arbeit beschreibt daher ein Rahmenwerk zur Planung und Umsetzung von Geschäfts-modellen für eGovernmentdienste, die speziell in Public Private Partnerships betrieben werden. Dieses Rahmenwerk umfaßt für die Planung eine Modellierungsmethode, genannt BMeG (Business Models for eGovernment), sowie ein Werkzeug zur Modellierung (BMeG Editor). Kernelemente des BMeG Modells sind Partner einer Wertschöpfungskette, Objektaustausche zwischen diesen Partnern, Politiken der Partner sowie ihre jeweiligen Vor- und Nachteile, die positive respektive negative Auswirkungen auf die Politiken haben. Die BMeG Methode wurde anhand zweier umfangreicher europaweiter Fallstudien in den Bereichen Umweltinformationssysteme und mobile Behördendienste validiert. Aus den Erfahrungen dieser Projekte werden abschließend eine Reihe von Vorschlägen zur technischen Gestaltung und zur Finanzierungsmodellierung von eGovernmentdiensten insbesondere im Kontext von Public Private Partnerships abgeleitet.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-87070.html