Fraunhofer-Gesellschaft

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Verfahren zur Freisetzung organischer Additive aus keramischen Formkörpern und ihre Abprodukte

 
: Himpel, Gert; Leitner, Gert; Lenk, R.

Roosen, A. ; Deutsche Keramische Gesellschaft e.V. -DKG-, Fachausschuss Verfahrenstechnik; Deutsche Keramische Gesellschaft e.V. -DKG-, Fachausschuss Wärmetechnik:
Energiesparende und umweltschonende Verfahren in der keramischen Fertigung : Symposium, 05./06. Dezember 2000, Bayreuth
Köln: DKG, 2001 (Fortschrittsberichte der Deutschen Keramischen Gesellschaft 16,3)
pp.129-147
Symposium Energiesparende und Umweltschonende Verfahren in der Keramischen Fertigung <2000, Bayreuth>
German
Conference Paper
Fraunhofer IKTS ()
keramische Formgebung; organische Additive; Freisetzung

Abstract
Die defektarme Verarbeitung von keramischen Massen erfordert den Einsatz organischer Additive. Nach dem Formgebungsprozess sind diese organischen Hilfsstoffe aus den Formteilen zu entfernen. Dabei muss ihre Stabilität erhalten bleiben, darf weder das Gefüge geschädigt, noch die chemische Zusammensetzung der anorganischen Substanz unzulässig verändert werden. Als dritten Aspekt des Einsatzes organischer Additive bei der Keramikherstellung ist die ökologische Verträglichkeit der Abprodukte zu werten. Dieser Punkt gewinnt gerade durch die steigende Anwendung dieser Stoffe und die notwendige Forderung den Schadstoffausstoß zu reduzieren heute und in Zukunft an Bedeutung. In der Arbeit werden die Entbinderungsverfahren vorgestellt. Beispielhaft für die Abproduktentstehung bei der Pyrolyse der Polymere wird die Pyrolyse von Paraffin, des Polyvinylalkohols und die katalytische Depolimerisation des Polyacetals diskutiert. Herausgehoben werden die möglichen Schadstoffe, die bei der Freiset zung der genannten Polymere entstehen, aber auch durch eine geeignete Prozessführung minimiert werden können. Ist das nicht ausreichend möglich, muss eine Abgasreinigung durchgeführt werden. Eine thermische Nachverbrennung kann im Sinn der Schadstoffbeseitigung sehr effektiv sein, wennn sie dem Abgasstrom angepasst ist. Bei der Additivauswahl sollten ökologische Gesichtspunkte verstärkt Berücksichtigung finden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-8310.html