Fraunhofer-Gesellschaft

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Die optimale Strategie - Formmessung auf Koordinatenmessgeräten

 
: Schmitt, R.; Nisch, S.

Quality Engineering (2008), No.6, pp.18-19
ISSN: 1436-2457
ISSN: 0724-1070
ISSN: 0363-9045
German
Journal Article
Fraunhofer IPT ()
Abtastung; Fehlerkorrektur; Formmessung; Koordinatenmessgerät; Messergebnis; Messfehler; Referenzwert; Validierung

Abstract
Am Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen werden zurzeit praxistaugliche Strategien für den optimalen Einsatz von Koordinatenmessgeräten zur Formprüfung entwickelt. Aufgrund der engen Toleranzen von Formmerkmalen ist eine genaue Betrachtung der Einflussgrößen unerlässlich. Betrachtet man die Häufigkeit auftretender Formtoleranzen, die ca. 15 % aller Prüfmerkmale ausmachen, gegenüber dem derzeit notwendigen Aufwand für Formprüfungen von 50 % der Gesamtmessdauer, so zeigt sich ein deutliches Optimierungspotenzial. Ziel des durch die DFG geförderten Forschungsprojektes ist es, merkmal-und prüfaufgabenspezifische Messstrategien abzuleiten, die zusammen mit der Weiterverarbeitung der Messdaten durch Filter und Ausreißerelimination eine in Hinblick auf Zeit und Genauigkeit optimierte Formprüfung auf Koordinatenmessgeräte ermöglichen. Zunächst wurden grundlegende Zusammenhänge beim Scanning auf KMG analysiert und quantifiziert. Es wurde ein Modell zur Beschreibung der Prozesskette 'Formmessung auf KMG' erstellt, das die Grundlage für weitere Untersuchungen bildet. Anhand der modellbasierten Betrachtung der Prozesskette wird ein Signalflussplan aufgebaut, der als Grundlage für weitere Analysen der Vorgänge sowie der Ableitung geeigneter Optimierungsstrategien dient. Das Modell besteht im Wesentlichen aus Übertragungsgliedern, deren spezifisches Übertragungsverhalten experimentell ermittelt wurde. Es ist in zwei Abschnitte unterteilt, Erfassung und Auswertung, die zur realitätsnahen Erstellung von Oberflächenprofilen dienen. Die vom Scanning-Prozess generierten systematischen Abweichungen können durch eine Übertragungsfunktion beschrieben werden und zufallsbedingte Abweichungen verursachen ein rein normalverteiltes weißes Rauschen. Aufbauend auf den Zusammenhängen und dem Modell werden merkmalsorientierte Messstrategien abgeleitet, die eine objektive und zuverlässige Formprüfung ermöglichen.
Entnommen aus TEMA

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-77982.html