Fraunhofer-Gesellschaft

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Effiziente Nutzung von Wissen bei der Risikoanalyse

Efficient use of failure knowledge in risk analysis
 
: Berger, S.

Westkämper, E.; Schraft, R.D. ; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart:
Wissensmanagement im Produktdefinitions- und Produktionsprozeß: Potentiale und Lösungen für die Herausforderungen der Wissensgesellschaft : Fraunhofer IPA-Arbeitstagung F 44, 22. September 1999, Stuttgart
Stuttgart: FpF - Verein zur Förderung produktionstechnischer Forschung, 1999 (IPA-Arbeitstagung F 44)
pp.99-116
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (Arbeitstagung) <1999, Stuttgart>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
FMEA; Risiko-Analyse; Ursache-Wirkungs-Wissen; Fehleranalyse

Abstract
In Entwicklungsprozessen wird vom Beginn der Planung der Entwicklung an bis hin zur Ausarbeitung der Konstruktion qualitätsrelevantes Wissen für die Erfüllung und Umsetzung der Kundenforderungen benötigt. Entscheidender Bestandteil ist Ursache-Wirkungs-Wissen, das heißt das Wissen über Fehler, deren Ursachen und die daraus resultierenden Folgen. Zur Einschätzung des mit Fehlern verbundenen Risikos wird insbesondere in der Automobilindustrie die Fehlermöglichkeits- und -einflußanalyse (FMEA) angewandt. Im Rahmen ihrer Anwendung wird - neben der Risikominimierung - auch das eingesetzte Fehlerwissen dokumentiert, auf das sich in Parallel- oder Nachfolgeprojekten zurückgreifen läßt. Die Ergebnisqualität der FMEA-Erstellung ist dabei sehr stark von subjektiven Bewertungen und Einschätzungen der FMEA-Teammitglieder sowie von unsicherem Wissen geprägt. Für eine effiziente Nutzung des vorhandenen Fehlerwissens ist deshalb ein Konzept erforderlich, das über die formale Darstellung des Fehlerwissens hinausgehend eine objektive und effiziente Bewertung des Fehlerwissens zur Verfügung stellt und zielorientiert Entscheidungen über Wissensnutzung bzw. -nichtnutzung ermöglicht. Der Beitrag gibt Antworten auf folgende Fragestellungen: Welche Faktoren beeinflussen die Ergebnisse einer FMEA aus Wissenssicht? Welche Kriterien lassen sich für eine effiziente und objektive Bewertung des Ursache-Wirkungs-Wissens nutzen? Wie können die Ergebnisse der Bewertung sinnvoll dargestellt und bzgl. FMEA-Qualität und Lerneffekte interpretiert werden? Welcher Nutzen resultiert aus der Bewertung? Welche Erfahrungen und Perspektiven ergeben sich mit den Instrumenten?

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-764.html