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Interpretation der Ergebnisse des Schertests zur Bestimmung der Haftfestigkeit thermisch gespritzter Schichten

 
: Hartmann, S.; Deuerler, F.; Grützner, H.

Bobzin, K.:
1. Aachner Oberflächentechnik Kolloquium 2006
Aachen: Verlag Mainz, 2006 (IOT. Schriftenreihe Oberflächentechnik 4)
ISBN: 3-86130-735-9
pp.75-83
Aachener Oberflächentechnik Kolloquium <1, 2006, Aachen>
German
Conference Paper
Fraunhofer IFAM ()

Abstract
Es wurde ein neuer Test zur Qualitätsprüfung thermisch gespritzter Schichten entwickelt, mit dem die Scherfestigkeit dieser Schichten bestimmt werden kann. Bisher stand hierfür lediglich die Haftzugfestigkeitsprüfung gemäß DIN EN 582 zur Verfügung, die jedoch mit diversen Nachteilen verbunden ist, die die Reproduzierbarkeit der Resultate verhindern. Diese Nachteile sind unter anderem die Problematik der korrekten Anwendung des für den Test erforderlichen Klebers, das mögliche Eindringen des Klebers in die Poren der Schicht, das die Versuchsergebnisse verfälscht, sowie bei Schichten mit hoher Haftfestigkeit die Nichtverfügbarkeit von Klebern mit höheren Haftfestigkeiten. Beim Schertest wird auf die Verwendung von Kleber verzichtet und somit die Hauptfehlerquelle der Haftzugfestigkeitsprüfung eliminiert. Eine umfangreiche Versuchsreihe hat gezeigt, dass unter bestimmten Voraussetzungen sichere Aussagen über die Scherfestigkeit der Schichten anhand weniger Proben durch den Schertest gemacht werden können. Es ist aber auch möglich, dass die Interpretation der Ergebnisse aufgrund für den Schertest ungünstiger Spritzwerkstoffe erschwert ist. Im Rahmen dieses Beitrags wird die Funktionsweise des Schertests beschrieben und dieser der Haftzugfestigkeitsprüfung gemäß DIN EN 582 gegenübergestellt. Dabei werden insbesondere Vor-und Nachteile der Prüfverfahren erläutert. Eine anhand des korrosionsbeständigen Stahls 316L durchgeführte Versuchsreihe an 60 Proben hat gezeigt, dass im Vergleich zu Prüfungen nach DIN EN 582 eine geringere Streuung der Messergebnisse beim Schertest erwartet wird. Des weiteren wird aufgezeigt, unter welchen Voraussetzungen gut interpretierbare Ergebnisse durch den Schertest erzielt werden können.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-66851.html