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Integration einer Lasermessung im Müllaufgabebereich einer MVA als Bestandteil einer vorausschauenden Feuerleistungsregelung

Paper präsentiert beim 30. Deutschen Flammentag, Hannover-Garbsen, 28.-29.09.2021
 
: Oischinger, Jürgen

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-6428752 (1.1 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: d6e9f28ed511af37fc50d4b8a7b37ced
Created on: 10.11.2021


2021, 7 pp.
Deutscher Flammentag <30, 2021, Garbsen>
Bayerische Forschungsstiftung BFS
AZ-1367-19
German
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer UMSICHT Sulzbach-Rosenberg ()

Abstract
Bei heterogenen Festbrennstoffen wie beispielsweise Hausmüll unterliegen Heizwert, Wasser- und Aschegehalt, chemische Zusammensetzung, Schadstoffbelastung sowie Schüttdichte je nach Abfalltyp starken Schwankungen. In Müllverbrennungsanlagen können diese Unterschiede zu einer ungleichmäßigen Verbrennung mit den Folgen einer verminderten Leistung, höherem Verschleiß und erhöhten Emissionen führen. In der Folge können thermische Überlastungen zu Schäden an Ausmauerung, Kessel und Rost und im schlimmsten Fall zum Stillstand der Anlage führen. Während Feuerungsregelungen die nach aktuellem Stand der Technik arbeiten, nur im Nachhinein auf solche variierenden Brennstoffzusammensetzungen reagieren, ist es das Ziel des Projekts, eine Regelung zu realisieren, die vorrausschauend arbeitet. Möglich wird dies, indem mit Hilfe innovativer Sensorik (u.a. 3D-Laser-Scannern) der eingesetzte Brennstoff »online« analysiert wird und in weiterer Folge der Heizwert berechnet wird. Mithilfe des 3D-Laserscanners wird es möglich das Volumen des Mülls bei der Aufgabe am Müllaufgabetrichter zu erfassen. Gleichzeitig ist die Masse des aufgegebenen Mülls durch die Kranwaage erfasst worden, so dass aus beiden Werten die Schüttdichte des Mülls ermittelt werden kann. Dabei ist zu beachten, dass sich während des Transports des Brennstoffs in die Feuerung die Dichte des Mülls deutlich verändert. Nur genaue Kenntnisse dieser Zusammenhänge ermöglichen Rückschlüsse auf den Heizwert und insbesondere die Brennstoffwärmeleistung des auf den Rost aufgegebenen Brennstoffs. Die gewonnenen Daten bilden die Basis für eine optimierte Anlagensteuerung und eine Integration in die Feuerungsleistungsregelung. Im Rahmen des Projekts AdOnFuelControl wurde ein 3D-Laserscanner in Betrieb genommen, in einem Prüfstand getestet sowie in der Großtechnik eingesetzt und unter realen Anwendungsbedingungen erprobt. Parallel dazu wurden verschiedene Brennstoffe hinsichtlich ihres Energiegehalts sowie ihres Kompressionsverhaltens charakterisiert. Dabei wird das speziell für die Versuche genutzte Beprobungsverfahren vorgestellt. Mit Blick auf großtechnische Anwendungen bilden die gewonnenen Werte somit eine erste Basis mithilfe derer die Ergebnisse auch auf andere Anlagen übertragen werden sollen. Zudem werden die ersten Erfahrungen mit dem 3D-Laserscanner sowie der aktuelle Stand der Arbeiten gezeigt.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-642875.html