Fraunhofer-Gesellschaft

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Neue Arbeitsformen - neue Weiterbildungsformen

 
: Binder, Matthias; Hofmann, Josephine

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-6391789 (900 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: c02545517a7b49cf246acd93c2030449
(CC) by-sa
Created on: 28.8.2021


Baron, Stefan (Hrsg.); Dick, Peer-Michael (Hrsg.):
Weiterbilden#weiterdenken. Den Strukturwandel in der Metall- und Elektroindustrie durch berufliche Weiterbildung gestalten
Bielefeld: wbv, 2021 (Berufsbildung, Arbeit und Innovation 60)
ISBN: 978-3-7639-6613-4
ISBN: 978-3-7639-6718-6
ISBN: 3-7639-6613-7
DOI: 10.3278/6004843w
pp.97-118
German
Book Article, Electronic Publication
Fraunhofer IAO ()

Abstract
"New Work", die neue Arbeit, ist in aller Munde. Digitalisierung, Industrie 4.0-Technologie und Künstliche Intelligenz verändern die Art, wie wir arbeiten. Das stellt Unternehmen wie Beschäftigte vor große Herausforderungen. Um mit den Veränderungen Schritt zu halten, ist die kontinuierliche Qualifizierung der Beschäftigten notwendig. Doch wie kann sie angesichts von Entwicklungen wie dem demografischen Wandel und der Akademisierung aussehen? Wer ist für die Weiterbildung der Beschäftigten verantwortlich? Wie sieht das berufliche Lernen der Zukunft aus? Es ist klar, dass sich die Art der Weiterbildung ändern muss. Neue Arbeit braucht neues Lernen. Es geht aber nicht nur darum, (neue) Fach-, Sozial- und Digitalkompetenzen auf- und auszubauen. Es muss sich die Art der Weiterbildung ändern. Beispielsweise kann die Führungskraft als Lerncoach agieren oder die Weiterbildung wird mit Arbeits- und Lernprojekten in den Prozess der Arbeit integriert. Doch es braucht mehr als eine neue organisationale Verankerung und eine stärkere Verschränkung mit der Arbeit. Neues Lernen bedeutet mehr Freiheiten für die Lernenden, aber auch mehr Eigenverantwortung. Neues Lernen heißt, neue Technologien und Methoden zu nutzen, um bedarfsgerechte, individuelle Lernpfade zu gestalten. All das erfordert entsprechend qualifiziertes Lehrpersonal. So entwickelt sich Weiterbildung vom Kostenfaktor zur Investition. Sie wird strategischer und erleichtert den Lerntransfer. Ein Weg, der noch lang ist, sich aber lohnt. Dieser Beitrag gibt Impulse dafür, wohin dieser Weg führt und wie er beschritten werden kann.

 

"New Work" is an omnipresent buzzword nowadays. Digitalization, Industry 4.0-technology and Artificial Intelligence change the way we work. This presents an enormous challenge for companies and employees alike. To keep pace with change, we need continuous learning. Given developments like demographic change and academisation: How could this look like in future? Who is responsible for the further education of employees? Clearly, training must become different. New Work needs New Learning. This is not simply about building and extending (new) professional, social and digital competencies. The way of doing trainings has to change as well. For example, leaders can act as learning-coaches or further education is integrated in to the process of work by using "Work-and-Learn-Projects". Yet, there is more to New Learning than a new organisational embedding or a more intense integration into work itself. New Learning also brings more freedom, but also more self-responsibility for learners. It means to use new technologies and methods to create individual learning paths that are in line with the demand of employees. All this requires a highly qualified training staff. In consequence, however, further education changes from being a cost factor to being an investment. It becomes more strategic whilst also making learning transfer easier. A long way to go – but it is worth to start walking. This article presents ideas on where the way might lead to and what could be the first steps to go on it.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-639178.html