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Führungsdraht für Interventionen im Magnet- Resonanz-Tomographen

 
: Brecher, C.; Schmitz, S.; Krüger, S.

Kunststoffe 97 (2007), No.7, pp.92-94
ISSN: 0023-5563
German
Journal Article
Fraunhofer IPT ()

Abstract
Im miniaturisierten Pultrusionsprozess wurde faserverstärktes Grundmaterial gefertigt, das zum Aufbau eines nichtmetallischen und MRT- kompatiblen (Magnet-Resonanz-Tomographie) Führungsdrahts genutzt wurde. Als Ergebnis der Optimierungen steht ein Fertigungsverfahren zur Verfügung, das die Steifigkeitseigenschaften von dem in der Medizintechnik für interventionelle Führungsdrähte eingesetzten Nitimol übertrifft und den Festigkeiten dieses im MRT nicht einsetzbaren Materials nahe kommt. Um die Steifigkeit des Führungsdrahts in Richtung des proximalen Endes zu verringern, wurde das Faserverbundmaterial im Spitzenlosschleifverfahren auf einer Länge von 100 mm in seinem Durchmesser kontinuierlich reduziert. Der Draht wurde dann auf einer gesamten Lange mit einem Polyethylenschlauch überzogen und somit auf einen Durchmesser von 750 microm aufgebaut. Um die Reibung auf der Oberfläche des Führungsdrahts bei einer Bewegung in verwendeten Kathetern und dem vaskulären System zu reduzieren, wurde weiterhin eine biokompatible und gleitfähige Beschichtung aufgetragen. Die Funktion des faserverstärkten Führungsdrahts wurde im Tierversuchen überprüft und bestätigt. Die Renalarterie eines Schweins konnte in zehn von zehn Versuchen erfolgreich sondiert werden. Hierbei wurde zusätzlich über den Führungsdraht weiterhin ein Katheter ebenfalls in die Renalarterie vorgeführt und ein Kontrastmittel zugegeben. Zukünftig folgen weitere Schritte zur Montage einer aktiven Visualisierung und die medizintechnische Zulassung des passiven Führungsdrahts

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-63224.html