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ROBOSHIELD

Ein Praxisansatz für "Safety ohne Zaun"
 
: Gerstmayr, Stefan; Henke, Jürgen

Forum Safety & Security : 08.-10. Juli 2019, Sindelfingen
Haar: WEKA Fachmedien Verlag, 2019
ISBN: 978-3-645-50185-9
5 pp.
Forum Safety & Security <2019, Sindelfingen>
German
Conference Paper
Fraunhofer IPA ()
Datensicherheit; Datenübertragung; Industrie; Mensch-Roboter-Interaktion MRI; Produktionsumgebung; Sicherheit

Abstract
In der Mensch-Roboter-Kollaboration und in den Zukunftsszenarien dynamisch variabler Produktionsumgebungen sind angepasste Implementierungskonzepte notwendig, um Safety zu gewährleisen, da der klassische Zaun entfällt. Die im Rahmen des Forschungsprojekts ROBOSHIELD (gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg) entwickelten „ROBOSHIELD Safety Devices“ bieten eine – zu den Standard-Kommunikationskanälen – unabhängige Infrastruktur für die Verteilung von Nothalt-Informationen. Basierend auf robusten CE-zertifizierten Kleincomputern, die kompatibel zu den verbreiteten Raspberry Pi sind, und eine durch Zertifikate abgesicherte und gehärtete Virtualisierungsbasis aufweisen, wird in einem automatisch erzeugten Ad-hoc-Netzwerk der Safety-Status aller vorhandenen Devices permanent ausgetauscht. Jeder Ressource (Roboter, FTF, Maschine, …) ist ein „ROBOSHIELD Safety Device“ zugeordnet, welches direkt mit den Safety-Einrichtungen der Maschine verbunden ist und zusätzlich als Watchdog für deren Nothalt-Umsetzung fungiert. Sollte nun irgendeine Ressource im Arbeitsbereich signalisieren, dass ein unsicherer Zustand erreicht wurde, wird das an alle anderen „ROBOSHIELD Safety Devices“ gesendet, die daraufhin die Abschaltung ihrer Ressource bei der Safety-Einrichtung anfordern und überwachen. Durch dieses Konzept der Nothalt-Vernetzung ist es nicht notwendig Safety-Einrichtungen in dynamischen, mit dem Menschen interagierenden Produktionsumgebungen zu zentralisieren. Ein „ROBOSHIELD Safety Device“ soll eine bestehende Safety-Einrichtung um diese Nothalt-Vernetzung erweitern, kann aber aufgrund der technischen Voraussetzungen auchselbst zusätzlich als Safety-Einrichtung dienen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-599864.html