Fraunhofer-Gesellschaft

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Innenraumbeobachtung für die kooperative Übergabe zwischen hochautomatisierten Fahrzeugen und Fahrer

 
: Martin, Manuel; Voit, Michael; Ludwig, J.; Roitberg, A.; Flad, M.; Hohmann, S.; Stiefelhagen, Rainer

Verein Deutscher Ingenieure -VDI-; VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik:
10. VDI-Fachtagung Mensch-Maschine-Mobilität 2019 : Der (Mit-)Fahrer im 21. Jahrhundert!?; 05. u. 06. Nov. 2019, Braunschweig
Düsseldorf: VDI-Verlag, 2019 (VDI-Berichte 2360)
ISBN: 978-3-18-092360-4
pp.67-78
Fachtagung Mensch-Maschine-Mobilität <10, 2019, Braunschweig>
German
Conference Paper
Fraunhofer IOSB ()

Abstract
In Zukunft werden Fahrer automatisierter Fahrzeuge noch kurzfristig oder an Systemgrenzen von Zeit zu Zeit die Fahraufgabe übernehmen müssen. Studien zeigen jedoch, dass die Übernahmefähigkeit des Fahrers unter anderem von seiner letzten Aktivität abhängt. Um eine sichere Übergabe zu gewährleisten muss das Fahrzeug deshalb wissen, inwieweit der Fahrer überhaupt in der Lage ist, das Steuer zu übernehmen und wie lange diese Übernahme voraussichtlich dauern wird. Vorgestellt wird das Konzept des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts PAKoS („personalisierte adaptive kooperative Systeme für automatisierte Fahrzeuge'") für die Fahrererfassung und den Kontrolltransfer bei der Übergabe vom automatisierten zum manuellen Fahrmodus. Dazu wird der Stand der Technik der kamerabasierten Fahrerbeobachtung beschrieben und anschließend der im Projekt gesammelte Datensatz und die Verfahren zur Fahrerbeobachtung vorgestellt. Vorgeschlagen wird ein System, das mit Hilfe maschineller Lernverfahren den Fahrer kamerabasiert beobachtet, um so die Innenraumsituation zu beurteilen. Dazu wird sowohl der öffentliche Datensatz verschiedener Nebentätigkeiten vorgestellt, der für die Entwicklung des Systems im Fahrsimulator aufgezeichnet wurde, als auch das Verfahren zur Nebentätigkeitserkennung. Abschließend wird gezeigt, wie auf dieser Basis ein kooperativer Kontrolltransfer umgesetzt werden kann, um während der gesamten Übergabephase das Risiko von Fahrfehlern sowohl der Automation als auch des menschlichen Fahrers zu minimieren.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-583058.html