Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Innovative Filtermodule für die Abscheidung von Mikroplastik aus Abwasser

 
: Lanfermann, Andea; Barthels, Thilo Alexander; Nießen, Markus; Riester, C.; Klass, G.; Pham, T.-Q.; Steffens, O.; Abels, Peter

:
Fulltext urn:nbn:de:0011-n-5693514 (833 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: c33bb25eb2d9fbfa2ea2bbbdcd3ad9af
Created on: 18.12.2019


Wessling, M.:
Verfahren der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung. 13. Aachener Tagung Wassertechnologie 2019 : Begleitbuch zur 13. Aachener Tagung Wassertechnologie, 29.-30. Oktober 2019, Aachen
Aachen: Druck & Verlagshaus Mainz, 2019
ISBN: 978-3-95886-305-7
ISBN: 3-95886-305-1
pp.173-180
Aachener Tagung Wassertechnologie <13, 2019, Aachen>
German
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer ILT ()
Mikroplastik; Filter; Abwasser; Kläranlage; Lasertechnik

Abstract
Als Mikroplastik werden kleinste Kunststoffpartikel mit einem Durchmesser< 5 mm bezeichnet [1], die entweder bewusst in verschiedensten Produkteneingesetzt werden oder durch natürlichen Abrieb und Erosion entstehen. Synthetische Mikropolymerpartikel, die als primäres Mikroplastik bezeichnet werden, dienen in vielen Hygieneprodukten als Peelingpartikel, Binde- oder Füllmittel und gelangen nach der Benutzung des Produktes in den Wasserkreislauf[2, 3]. Als sekundäres Mikroplastik werden Plastikteile bezeichnet, die durch Degradationsprozesse oder Verschleiß aus größeren Plastikbestandteilen entstehen. Hierzu zählen beispielsweise Einwegprodukte der Verpackungsindustrie, Reifenabrieb auf den Straßen oder Textilfasern aus Funktionskleidung [4]. Alle Arten von Mikroplastikpartikeln, egal ob primär oder sekundär, die in unser Abwasser gelangen und der Abwasseraufbereitung zugeführt werden, sind in regulären Klärwerken nicht ausreichend filterbar. Heutige Schätzungen gehen weltweit von etwa 140 Mio. Tonnen Plastikpartikeln im Meer aus [5]. Mit einem Durchmesser unter 500 μm wurden laut einer Studie des Alfred-Wegener-Institutes mehr als 700 Partikel/m3und somit bis zu 5,3 Milliarden Partikel/Jahr [6, 7] im gefilterten Abwassereiner typischen Kläranlage nicht zurückgehalten. Die Entwicklung neuer innovativer Wasserfilter, die diesem Problem entgegen wirken, ist daher unumgänglich.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-569351.html