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Methode zur organisatorischen Gestaltung radikaler Technologieentwicklungen unter Berücksichtigung der Ambidextrie

 
: Olivan, Patrick

:

Stuttgart: Fraunhofer Verlag, 2019, XIII, 175 pp.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 2019
Schriftenreihe zu Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, 51
ISBN: 978-3-8396-1514-0
URN: urn:nbn:de:bsz:93-opus-ds-106561
German
Dissertation
Fraunhofer IAO ()
business innovation; Research & development management; Technologiemanagement; Innovationsmanagement; Ambidextrie; Organisationsgestaltung; Forschung und Entwicklung; Methode; Führungskraft; Geschäftsführer; Innovationsmanager; Technologiemanager; Innovation; AMOLD-Methode; Ambidextrie

Abstract
Ausgehend von einem sich stetig verschärfenden Innovationsdruck auf etablierte Unternehmen im Anlagen- und Maschinenbau stehen FuE-Bereiche immer mehr vor der großen Herausforderung, organisatorische Bedingungen zu schaffen, welche die erfolgreiche Entwicklung inkrementeller und radikaler Innovationen gleichzeitig ermöglicht. Diese Arbeit stützt sich auf den wissenschaftlichen Ansatz der Ambidextrie, welche die Fähigkeit beschreibt, gleichermaßen inkrementelle als auch radikale Innovationen hervorzubringen, obwohl diese sich widersprechende organisatorische Rahmenbedingungen benötigen. Ziel der vorliegenden Dissertation war es, eine Gestaltungsmethode „Ambidextrous MOLDing“ (AMOLD-Methode) zu entwickeln, die eine Konzeption geeigneter organisatorischer Rahmenbedingungen für eine radikale Technologieentwicklung innerhalb des FuE-Bereichs unter Berücksichtigung des Ambidextrie-Verständnisses ermöglicht. Aus diesem Ziel ergaben sich die folgende Teilziele: Die AMOLD-Methode ermöglicht es für eine radikale Technologieentwicklung, von seiner Entstehung bis zur Überführung ins bestehende Geschäft, dynamisch je nach Reifegrad geeignete organisatorische Rahmenbedingungen auf Basis der Ambidextrie zu planen. Es sollte eine durchgängige methodische Unterstützung durch die AMOLD-Methode realisiert werden, um die Verbesserungspotentiale zu identifizieren, eine systematische Auswahl geeigneter Gestaltungsmöglichkeiten vorzuschlagen und eine spezifische Bewertung je nach Unternehmenssituation zu ermöglichen. Die AMOLD-Methode wurde auf Basis eines ambidextren Gestaltungsmodells entwickelt, um spezifische strategische und operative Handlungsempfehlungen für eine ambidextrie-gerechte Gestaltung anbieten zu können. Dazu wurden die Erkenntnisse aus der Ambidextrie-Forschung und aus dem Technologie- und Innovationsmanagement miteinander verknüpft werden. Schließlich sollte das Gestaltungsmodell die besonderen Wechselwirkungen aus der Ambidextrie aufgreifen. Das mehrdimensionale Modell wurde mit der Absicht erstellt, als Referenz für eine optimale Gestaltung zu dienen, Ordnung in den Abhängigkeiten aufzuzeigen und Handlungsmaßnahmen anzubieten, um Gestaltungsmöglichkeiten mit differenzierender und integrierender Wirkungen zwischen der Technologieentwicklung und bestehendem Geschäft geeignet einzusetzen.

 

Due to the ever-rising innovation pressure placed on incumbent companies in the plant and mechanical engineering sector, R&D is increasingly faced with the enormous challenge of establishing organizational architectures that allow incremental and radical innovations to be developed at the same time. This work is based on the scientific approach of ambidexterity, which describes the ability to develop both incremental and radical innovations, even though they require a contradictory organizational design. The aim of this dissertation is to develop a design method (the AMOLD-Method = AMbidextrous OrganizationaL Design Method) for creating a suitable organizational concept for radical technology development within the R&D sector based on the principle of ambidexterity. This aim resulted in the following sub-goals: The AMOLD-Method should enable a suitable organizational design based on ambidexterity to be dynamically planned for a radical technological development - from its initiation to its transfer to corporate business - according to its degree of maturity. The AMOLD-Method should provide consistent methodical support to identify potential for improvement, recommend a systematic selection of suitable design options and enable specific evaluation depending on the company situation. Based on an ambidextrous design model, the AMOLD-Method was developed to supply specific strategic and operative recommendations aligned with ambidextrous design. To achieve this, findings from research on ambidexterity and technology & innovation management were combined with each other. Finally, the design model should consider dependencies specific to ambidexterity. The multidimensional model was created with the purpose of serving as a reference for optimal design, identifying relations among the interdependencies and supplying recommendations to implement differentiation and integration design possibilities between technology development and corporate business.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-565011.html