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Basisprozesse für die Modellierung in großen Netzen der Logistik

 
: Hömberg, K.; Hustadt, J.; Jodin, D.; Kochsiek, J.; Nagel, L.; Riha, I.
: Univ. Dortmund

Dortmund, 2007, 29 pp.
Sonderforschungsbereich 559 Modellierung großer Netze in der Logistik. Technical reports, 07004
German
Report
Fraunhofer IML ()
GNL (Große Netze in der Logistik); Sonderforschungsbereich 559; SFB 559; Modellierung großer Netze; Modellierung; Modellbildung

Abstract
Der Simulationseinsatz in der Planung logistischer Systeme erfordert eine detaillierte Analyse der Systemzusammenhänge und die Bildung eines aufgabenadäquaten Modells.
Die Komplexität dieser Modelle und auch der dazu notwendige Modellierungsaufwand nehmen mit der Größe sowie der Vielschichtigkeit des abzubildenden Systems signifikant zu.
Dies erschwert es zum einen, die für die Systemlastbeschreibung notwendigen Informationen zu identifizieren, und zum anderen, sich über die Grenzen des jeweils eingesetzten Modellierungswerkzeuges hinweg über Problemstellungen bei der Systembildung auszutauschen. Hieraus leitet sich das Ziel ab, eine standardisierte Prozessbeschreibung zu entwickeln, die sowohl Basis für eine zielgerichtete Informationsbedarfsanalyse als auch für eine systemübergreifende Modellierungssprache zum besseren Verständnis verschiedener Fachleute untereinander bildet. Diese Prozessbeschreibung soll dem Anwender helfen, aus der Realität heraus ein einfaches Modell zu generieren, mit dem er schnell und standardisiert weitere projektnotwendige Informationen, z.B. die notwendigen Eingangsdaten, bekommen kann.
Bei der Betrachtung und Modellierung eines beliebigen Logistiksystems wie bei einer näheren Untersuchung der Prozesse im System ist festzustellen, dass ab einer bestimmten Abstraktionsebene unterschiedliche Ausprägungen von Selbstähnlichkeit anzutreffen sind. Die Prozesse wiederholen sich entweder vollständig oder sind strukturell und inhaltlich nur leicht verändert. Anhand von durchgeführten Analysen einiger Logistiksysteme wird dargestellt, dass sich die materialflussorientierten Prozesse im einfachsten Fall auf Basisprozesse wie Behandlungs-, Ortswechsel- und Liegeprozesse zurückführen lassen (BHJO5). Es wird gezeigt, dass damit der Ablauf auf beliebigen Ebenen durch standardisierte Prozesskettenelemente beschrieben werden kann, was durch Fallbeispiele zur exemplarischen Darstellung der Vorgehensweise weiter untermauert wird. Weiterhin werden der Ansatz zur Darstellung der planerisch dispositiven Prozesse mit ähnlichen Elementen sowie die verbesserten Möglichkeiten einer aus diesem Gesamtansatz resultierenden, zielgerichteten Informationsbedarfsanalyse mit Hilfe eines standardisierten Logistikdatensatzes aufgezeigt. Daraus leitet sich ein weiteres Ziel ab, für die Basisprozesse und die ersten Konkretisierungsstufen Eingansdaten bereitzustellen, um den zeitaufwändigen Informationsgewinnungsprozess zu unterstützen (BHJO5).

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-55536.html