Fraunhofer-Gesellschaft

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Gewichtsreduzierung - Schweißbares Magnesiumblech im Karosseriebau

 
: Dittrich, D.

Photonik 38 (2006), No.3, pp.16
ISSN: 1432-9778
German
Journal Article
Fraunhofer IWS ()
Magnesium; Blech; Schweißbarkeit; Karosseriekomponente; Motorhaube; komplexes System; Komplexität; Bauteil; Umformung=Formgebungverfahren; Blechteil; Fügen; Laserstrahlschweißen; Spannvorrichtung; Kehlnaht; Nd-YAG-laser; Robotertechnik; Automatisierung; optischer Sensor; Prozeßzeit; Steifigkeit; Gewichtsverminderung

Abstract
Magnesium ist leicht und sehr gut schweißbar. Eine doppelwandige Motorhaube stand Modell für die Entwicklung einer Fertigungskette und für die Untersuchung der Schweißeignung komplexer Bauteile. In Zusammenarbeit mit den Fraunhofer-lnstituten IWU und IFAM entstand eine Fertigungskette, die vom Umformprozess bis zum Fügen der Blechteile reicht. Beim Fügen werden die vorher flächig verklebten Innen-und Außenbleche im Flanschbereich mit dem Laserstrahlschweißen verbunden. Dazu werden die geklebten Mg-Bleche in einer Spannvorrichtung zum Laserstrahlschweißen arretiert. Die 3D-Kehlnaht wird robotergeführt mit einem Nd:YAG-Laser geschweißt. Walzprodukte aus Magnesium sind sehr gut schweißbar. Für die Modellmotorhaube lässt sich die Kehlnahtschweißverbindung so ausführen, dass keine thermische Beschädigung auf der Außenhaut sichtbar wird. Der Prozess ist hervorragend automatisierbar, da zur Nahterkennung ein optischer Sensor eingesetzt werden kann. Mit der niedrigen notwendigen Prozesszeit im Bereich weniger Sekunden ist das Verfahren konventionellen Punktschweiß-oder Clinch-Verfahren deutlich überlegen. Die erzeugte doppelwandige Magnesium-Modellmotorhaube weist trotz ihres extrem geringen Gewichts eine sehr hohe Steifigkeit auf. So kann das Gewicht des Vorderwagens deutlich reduziert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-52007.html