Fraunhofer-Gesellschaft

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Polymerforschung in Deutschland

Postitionspapier, 15. Juli 2018
 
: Möller, Martin; Schubert, Ulrich
: Gesellschaft Deutscher Chemiker -GDCh-, Fachgruppe "Makromolekulare Chemie"; Deutsche Forschungsgemeinschaft -DFG-, Bonn

Bayreuth: GMK, 2018, 29 pp.
German
Report
Fraunhofer IPA ()
Polymer; Polymerchemie

Abstract
Dieses Postitionspapier zur Polymerforschung stellt sich zur Aufgabe, einen Beitrag zur Profilierung des Forschungsfelds zu leisten, soll aber die Aufmerksamkeit auch auf eine längst stattfindende Erweiterung und Integration zu einem größeren Feld der "Molekularen Materie und Polymerwissenschaften" lenken. Die Autoren sind überzeugt, dass dies eines der spannendsten und einflussreichsten Wissenschaftsgebiete des 21. Jahrhunderts ist, dessen Förderung wegen der interdisziplinären Vernertzung eine Herausforderung für Universitäten und Forschungsinstitute, aber auch für zukünftige Entwicklung kompetitiver Förderstrukturen darstellt.
Ausgangspunkt ist die schnell zunehmende Integration des Forschungs- und Lehrgebiets der Polymerwissenschaften und weiterer Wissenschaftbereiche der molekulaeren Materie. Dabei entspricht die Sichtbarkeit dieses Forschungsfelds in der Öffentlichkeit und in den deutschen Forschungsorganisationen nicht seiner fundamentalen und technologischen Bedeutung. Gleichzeitig leidet das Ansehen unserer Forschung unter der nur in einzelnen Fällen berechtigten Sorge um gesundheitliche und ökologische Belastungen (z.B. Plastikabfälle). Hier soll dieses Postitionpapier nicht problem,- sondern zukunftsorientiert auf die großen wissenschaftlichen Herausforderungen und technologischen Chancen hinweisen. Die Vielfältigkeit und die organische Natur der (makro)molekularen Materiallien eröffnet insbesondere dort, wo Entwicklungen wesentlich durch die Verfügbarkeit und Beherrschung von Materialklassen angestoßen werden nachhaltige und bahnbrechende Persepektiven. Die mit diesen Materialien mögliche Symbiose von menschengemachter Materialtechnologie und der Natur fokussiert sich auf zwei Punkte (i) neue und bessere Leistungen bei geringerem Ressourceneinsatz und (ii) die Integration in unserer natürlich Umwelt und geschlossene Kreisläufe. Im Kern betrifft die zukünftige Entwicklung des Forschungsfelds zum einen die Beherrschung der Eigenschaften und der Entstehung komplexer, hierarchisch strukturierter Materialien als Gurndlage völlig neuer Produkt- und Verfahrensentwicklungen und zum anderen, als eine besondere fundamentale wissenschaftliche Herausforderung, das Verständnis des Übergangs von toter zur aktiver lebender Materie.
Die formulierten Zukunftsperspektiven richten sich zunächst an die WissenschaflerULinnen selbst, mit dem Ziel, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Konvergenz zu fördern, dann aber auch an Verbände, Medien und Zuwendungsgeber, um die grundsätzliche Bedeutung und die Fortschrittsperspektiven in einem größeren Rahmen darzustellen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-506989.html