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Thermischer Komfort im Sommer in Bürogebäuden mit passiver Kühlung

 
: Pfafferott, J.; Herkel, S.; Zeuschner, A.

:
Preprint urn:nbn:de:0011-n-505911 (270 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: a20b3e2e5f03913a7e9f1b2fc86c6b2b
Created on: 10.1.2008


Feist, W. ; Passivhaus-Institut, Darmstadt; Energieinstitut Vorarlberg, Dornbirn:
Zukunft aktiv gestalten. 9. Internationale Passivhaustagung 2005 : 29./30.04.1005, Ludwigshafen; Tagungsband
Darmstadt: Passivhaus-Institut, 2005
pp.275-281
Internationale Passivhaustagung <9, 2005, Ludwigshafen>
German
Conference Paper, Electronic Publication
Fraunhofer ISE ()
Energieeffiziente und solare Kühlung; Gebäudekonzepte

Abstract
Der Extremsommer 2003 hat - verbunden mit dem 26 °C-Urteil von Bielefeld - der wissenschaftlichen Diskussion zum thermischen Komfort neuen Schwung gegeben. Im Fokus der - zum Teil polemisch geführten - Diskussion sind in erster Linie Gebäude mit hohem Glasflächenanteil und ohne ausreichenden Sonnenschutz. Passiv und Niedrigenergie-Bürogebäude bringen die bauphysikalischen Voraussetzungen mit, einen hohen thermischen Komfort auch ohne Klimaanlage zu erreichen. Wo Kühlung / Klimatisierung nötig wird, kommen in energieoptimierten Gebäuden Systeme mit hoher Energieeffizienz zum Einsatz. Die Diskussion konzentriert sich heute noch auf Bürogebäude, wird aber zunehmend auch für Wohngebäude geführt. Wie verhalten sich die Raumtemperaturen in Passiv- und Niedrigenergie-Bürogebäuden mit passiver Kühlung im Sommer? Für gut geplante und vernünftig betriebene Bürogebäude wurde der warme Sommer 2002 nicht zum Problemfall. Im Extremsommer 2003 kamen passiv gekühlte Gebäude aber an ihre Leistungsgrenze. Die Raumtemperaturen lagen im typischen Sommer 2004 fast immer im Komfortbereich. Diese Studie stellt Gebäude aus dem Förderprogramm „Energieoptimiertes Bauen“ vor. In der Begleitforschung EnBau:Monitor [www.solarbau.de] werden Nicht-Wohngebäude evaluiert, deren Primärenergieverbrauch für Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung unter 100 kWh/(m² a) liegt. Trotz der unterschiedlichen architektonischen und planerischen Ansätze verzichten alle geförderten Gebäude auf eine flächendeckende Klimatisierung zu Gunsten der passiven Kühlung.
Dazu werden Messdaten aus den Jahren 2002 und 2003 mit unterschiedlichen Kriterien zum thermischen Komfort im Sommer ausgewertet. Die Auswertung wurde zwar mit einem deutlich größeren Datensatz (vier Jahre) in 12 Gebäuden für alle im Folgenden genannten Komfortkriterien durchgeführt, dieser Beitrag beschränkt sich aber auf sechs ausgewählte Bürogebäude und vier Komfortkriterien.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-50591.html