Fraunhofer-Gesellschaft

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Die Macht der Farben - Trendreport. Was tut sich bei Beschichtungen?

 
: Gäbler, J.

Fertigung 34 (2006), No.1/2, pp.36-37
ISSN: 0344-7596
ISSN: 0936-8760
German
Journal Article
Fraunhofer IST ()
Lichtbogen-Plasmaabscheidung; CVD-Beschichten; physikalisches Aufdampfen; Kennzeichnung; Werkzeugkosten; Unterschneidung; Oberflächenschicht

Abstract
Ein wesentliches Kriterium beim Beschichten von Zerspanungswerkzeugen sind ihre unterschiedlichen Verfahrenstechniken. So kommt es darauf an, für die Notwendigkeit, die jeweils optimale Verfahrensvariante herauszufinden. Arc-Verdampfen und plasmaunterstütztes Sputtern sind ähnlich weit verbreitet, haben aber deutliche Unterschiede bei der Schichtrauheit. Bei den gesputterten Schichten ist keine Nachbearbeitung nötig; sie sind von sich aus sehr glatt. Beim Arc-Verdampfen bilden sich dagegen rauheitserhöhende Tropfenspritzer. Ein Merkmal, daß in jüngster Zeit immer wichtiger geworden ist: die Schichtfarbe. In Zeiten einer wenig überschaubaren, großen Anbieterpalette und sehr ähnlichen Schichtaufbauten gewinnt die Farbe als Unterscheidungsmerkmal immer mehr an Bedeutung. So ist die neue Ceratizit-Schicht HyperCoat-C die weltweit einzige silberfarbene, metallisch glänzende Verschleißschutzschicht. Auch die Balzers Verschleißschutz GmbH, Bingen, wählte eine neue Farbvariante für die neue Balinit Helica-Schicht: Sie ist kupferfarben. Bei der Cemecon GmbH, Würselen, haben bereits einge Werkzeughersteller ihre Werkzeuge blau beschichten lassen und dies zur Abgrenzung von Wettbewerbern genutzt. Jedoch sind die Nachteile der Farbschichten vielfältig: Der Aufwand für die Realisierung der farbigen Schichten ist hoch - die Farbschichten sind noch nicht bei den Dienstleistern, die Nachschleifen und Nachbeschichten, verfügbar.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-50022.html