Fraunhofer-Gesellschaft

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Unsicherheiten müssen abgebaut werden

Braunschweiger Formaldehyd-Seminar. 1 ; Hersteller und Verwender diskutieren die Formaldehydabgabe von Spanplatten
 
: Roffael, E.; Harbs, C.; Barghoorn, A.W.; Menzel, W.; Mehlhorn, L.

Holz-Zentralblatt 107 (1981), No.32, pp.537-538
ISSN: 0018-3792
German
Journal Article
Fraunhofer WKI ()

Abstract
Am 15. und 16. Januar hielt das Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut -, Braunschweig, für Interessenten aus Forschung und Praxis ein Seminar über den Problemkreis Formaldehyd und Spanplatte ab. Die rege Teilnahme, vornehmlich seitens der Plattenhersteller, der chemischen Industrie und der Verarbeiter, zeugte von dem verbreiteten Informationsbedürfnis zu diesem aktuellen wie brisanten Thema. Gern hätte man in diesem Personenkreise freilich auch Vertreter anderer Forschungsinstitute und der zuständigen Aufsichtsbehörden gesehen. Ihre Meinung hätte sicher die Darbietungen des Seminars unterstützt und die Diskussion bereichert. In seinem Grußwort an die Teilnehmer wies der Institutsdirektor, Prof. Dr. -Ing. habil. Gert Kossatz, auf die Notwendigkeit hin, die noch weiterhin bestehende Unsicherheit über die Frage der Formaldehydabgabe von Spanplatten im Rahmen einer solchen Veranstalgung abzubauen. Die berechtigten Forderungen, Umwelt und Konsument vor schädlichen Belastungen zu schützen, müssen mit den chemisch-technischen Möglichkeiten in Einklang gebracht, die wirtschaftlichen Konsequenzen deutlich gemacht werden. In zwölf übersichtlich gegliederten Referaten wurden die komplexen Zusammenhänge auf einem angemessenen Niveau verständlich dargelegt und die Zuhörer zur Diskussion angeregt. Ein Teil der Referate wird nach Abschluß der teilweise noch laufenden Untersuchungen in der Folgezeit im Holz-Zentralblatt oder anderen Fachorganen veröffentlicht werden. Bevor im folgenden der Inhalt der Referate in Kurzfassung wiedergegeben wird, soll der Stand der Regelungen auf dem Gebiet Formaldehyd und Spanplatten kurz in Erinnerung gerufen werden: Mit den "Richtlinien über die Verwendung von Spanplatten hinsichtlich der Vermeidung unzumutbarer Formaldehydkonzentrationen in der Raumluft" hat der Ausschuß für Einheitliche Technische Baubestimmungen (ETB) im April 1980 einen Zeitabschnitt zunehmender Verunsicherung beendet. Hiervon waren gleichermaßen Hersteller von Harzleimen und Spanplatten, Verbraucher, schließlich auch aufsichtsführende Behörden betroffen. Vorausgegangen war der Entwurf zur DIN 120 vo, August 1970, der die "Bestimmung der Formaldehydabgabe von Spanplatten" mittels der Perforatormethode regelt. Durch das Europäische Komitee für Normung (CEN) wurde dieser Methode kürzlich anläßlich seiner letzten Sitzung auch übernational in den Mitgliedsländern Geltung verschafft (nach Inkrafttreten der deutschen Norm).

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-500005.html