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Erfolgreich Fertigungstechnologien Einsetzen im Werkzeugbau

 
: Boos, Wolfgang; Arntz, Kristian; Johannsen, Lars; Dröscher, Tim; Wollbrink, Moritz; Prümmer, Marcel

:
Fulltext (PDF; )

Aachen: Fraunhofer IPT, 2017, 50 pp.
ISBN: 978-3-946612-14-8
German
Study, Electronic Publication
Fraunhofer IPT ()
EDM; Fertigungstechnik; Fräsen; Werkzeug- und Formenbau

Abstract
Der Werkzeugbau im Hochlohnland Deutschland befindet sich im Spannungsfeld verschiedener Herausforderungen, die aus den weltweiten Trends Globalisierung und Derivatisierung resultieren. Die zunehmende Vergleichbarkeit der Produkte im globalen Beschaffungsmarkt sowie die technologischen Entwicklungen von kostengünstigeren Werkzeugbaubetrieben aus Osteuropa und Asien fördern den internationalen Wettbewerb. Die Derivatisierung resultiert aus den steigenden Individualisierungsansprüchen der Kunden und führt zu einer hohen Produktevielfalt. Dies ist besonders in der Automobilindustrie, dem wichtigsten Marktsegment für deutsche Werkzeugbaubetriebe, zu erkennen. Neben einer langfristigen, leistungsorientierten Differenzierungsstrategie sowie einer effizienten Auftragsabwicklung ist es daher notwendig, die kapitalintensiven fertigungstechnischen Ressourcen exakt an die hohe Produktvielfalt und deren charakteristische Anforderungen anzupassen. Eine solche Anspassung gewährleistet eine leistungsfähige und gleichzeitig flexible maschinelle Fertigung, die es dem Werkzeugbau darüber hinaus ermöglicht, kosteneffizient zu produzieren und folglich die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Auf der anderen Seite ist die maschinelle Fertigung für den Großteil der Gesamtkosten im Werkzeugbaubetrieb verantwortlich. Demzufolge tragen die eingesetzten Ressourcen in besonderem Maße zur Wettbewerbsfähigkeit bei, stellen jedoch zugleich auch einen bedeutenden Kostenfaktor dar. Aus dieser konträren Konstellation resultiert das Handlungsfeld des systematischen Einsatzes der Fertigungstechnologien un d -ressourcen in der maschinellen Fertigung. Auf dem Weg zur industriellen Fertigung sehen sich viele Unternehmen mit Implementierungshindernissen und Risiken in diesem Handlungsfeld konfrontiert. Zum einen stehen den Investitionskosten in der Regel Unsicherheiten hinsichtlich des technischen und wirtschaftlichen Erfolgs gegenüber. Andererseits gehen innovative Fertigungskonzepte mit neuartigen Technologien und Automatisierungslösungen häufig mit einer strategischen Neuausrichtung und einer zwangsläufig notwendigen Umorganisation der Prozesse und einem Umdenken der Mitarbeiter einher. Um diesen Herausforderungen optimal zu begegnen und durch die Wettbewerbsposition deutscher Werkzeugbaubetriebe langfristig zu stärken, ist es notwendig, die Investitionen in neue Fertigungstechnologien und -ressourcen systematisch zu gestalten und deren Einsatz exakt zu planen, um ihre wirtschaftlichen Auswirkungen abschätzen zu können. Die Analyse des Status quo leistungsfähiger deutscher Werkzeugbaubetriebe und deren Prognosen bezüglich zukünftiger Entwicklungen und Innovationen stellen einen wichtigen ersten Schritt dar. Die nachfolgende Studie beleuchtet daher das Handlungsfeld des Einsatzes von Fertigungstechnologien und stellt auf Grund dieser Basis sowie einer Erhebung unter führenden Werkzeugbaubetrieben in Deutschland Leitlinien für die zukünftige Orientierung, die Investitionsplanung den erfolgreichen Einsatz von Fertigungstechnologien in der Werkzeugbaubranche bereit.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-490251.html