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Effektive und effiziente Förderinstrumente zur Förderung erneuerbarer Energien - eine Analyse aus historischer Sicht

 
: Held, A.; Ragwitz, M.; Resch, G.

TU Graz, Institut für Elektrizitätswirtschaft und Energieinnovation -IEE-:
9. Symposium Energieinnovation 2006: Dritte Energiepreiskrise - Anforderungen an die Energieinnovation : 15.-17. Februar 2006, TU Graz, Österreich
Graz: Institut für Elektrizitätswirtschaft und Energieinnovation, 2006
pp.1-13
Symposium Energieinnovation <9, 2006, Graz>
German
Conference Paper
Fraunhofer ISI ()
erneuerbare Energie; Effizienz; Effektivität; Förderung

Abstract
Erneuerbare Energieträger leisten im Bereich der Stromerzeugung heute weltweit einen bedeutsamen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Erreichung nachhaltiger Strukturen der Energieversorgung. Insbesondere Europa erwies sich hier als Vorreiter in der Förderung neuer viel versprechender Optionen - wie beispielsweise die Entwicklung der Windenergie in den vergangenen Jahren zeigte. Auf politischer Ebene wurden ambitionierte Ziele gesetzt und begleitende gesetzliche Regelungen verabschiedet. Ein europäischer Vergleich soll nun dazu dienen, folgende Fragen zu beantworten:
Welche Förderinstrumente für erneuerbare Energien sind in den einzelnen Mitgliedsländern der EU momentan implementiert? Welche Instrumentenwechsel sind in der Vergangenheit erfolgt oder zukünftig vorgesehen?
Welche der eingesetzten Förderinstrumente (z.B. Einspeisevergütungen, Investitionszuschüsse, Ausschreibungen, Quoten mit handelbaren Zertifikaten) erscheinen bei Betrachtung der historischen Entwicklung am effektivsten und aus ökonomischer Sicht effizientesten?
Welche allgemeinen Rahmenbedingungen erweisen sich als notwendig, um Effektivität und Effizienz zu ermöglichen?
Die im Rahmen dieses Vortrags vorgestellten Resultate und Erkenntnisse basieren auf Analysen durchgeführt im Rahmen der Forschungsprojekte OPTRES (Bestandsaufnahme und Optimierung der Fördermechanismen für erneuerbare Energien im Europäischen Strommarkt - im Rahmen der Forschungslinie Intelligent Energy for Europe im Auftrag der EU-Kommission) sowie MON-REG (Monitoring und Fortentwicklung nationaler und europäischer Instrumente zur Marktdurchdringung erneuerbarer Energiequellen im Strommarkt - im Auftrag des Deutschen Umweltbundesamts).
Die wichtigsten Erkenntnisse, die aus der Untersuchung gezogen wurden, sind:
Der größte Fortschritt im Hinblick auf die Zielerreichung der durch die EU-Richtlinie 2001/77/EG "zur Förderung erneuerbarer Energien im europäischen Strombinnenmarkt" beschlossenen länderspezifischen Ausbauziele wurde in jenen Ländern erreicht, die durch stabile politische Rahmenbedingungen und geringfügige nicht-ökonomische Barrieren gekennzeichnet sind.
Für innovative Energietechnologien auf Basis erneuerbarer Energien - wie hier am Beispiel der Windenergie gezeigt - erwiesen sich technologiespezifische Einspeisetarifsysteme als am wirkungsvollsten.
Hinsichtlich der ökonomischen Effizienz zeigt der Vergleich der Förderhöhen am Beispiel der Windenergie, dass in jenen drei Ländern, die kürzlich zu handelbaren Quotensystemen wechselten, die höchste Annuität der Förderung verfügbar war - und dies bei vergleichsweise geringer Effektivität.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-48874.html