Fraunhofer-Gesellschaft

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Zytopenien

Anämie, Leukopenie und Thrombopenie
Cytopenia. Anemia, Leukopenia and Thrombopenia
 
: Kneitz, C.; Atta, J.; Burkhardt, H.

:

Zeitschrift für Rheumatologie 76 (2017), Supplement 2, pp.63-74
ISSN: 1435-1250
ISSN: 0340-1855
ISSN: 0301-6382
German
Journal Article
Fraunhofer IME ()

Abstract
Hematological alterations can often be observed during rheumatic diseases. The effects can be clinically severe, ranging from anemia of different grades of severity, through increased risk of hemorrhage due to thrombocytopenia up to severe infections as a result of high-grade leukocytopenia. The clinical sequelae for patients are predominantly determined by the extent of cytopenia. The underlying disease itself can initially be considered as the cause. Examples are anemia as a result of chronic inflammation, antibody-mediated thrombocytopenia as in systemic lupus erythematosus (SLE) or granulocytopenia within the framework of Felty's syndrome. Immunosuppressive treatment also often leads to alterations in the blood constituents. Although some substances, such as cyclophosphamide can suppress all three cell types, there are also selective effects, such as isolated thrombocytopenia under treatment with tocilizumab and JAK inhibitors. The differential diagnostic clarification of cytopenia can be difficult and necessitates a systematic work-up of the course of the disease and the subsequent treatment. The reviews of anemia, leukocytopenia and thrombocytopenia presented here summarize the most important components of the differentiation of hematological alterations in patients with rheumatic diseases.

 

Im Rahmen rheumatologischer Erkrankungen sind hämatologische Veränderungen häufig zu beobachten. Die Auswirkungen können klinisch gravierend sein und von Anämien unterschiedlicher Schweregrade über eine erhöhte Blutungsgefährdung infolge einer Thrombopenie bis hin zu schweren Infektionen infolge hochgradiger Leukopenien reichen. Dabei werden die klinischen Folgen für den Patienten wesentlich von der Ausprägung der Zytopenie bestimmt. Als Ursache kommt zunächst die Grunderkrankung selbst infrage. Beispielhaft hierfür sind die Anämie infolge der chronischen Entzündung, die durch Antikörper vermittelte Thrombopenie, wie sie beim systemischen Lupus erythematodes (SLE) vorkommt, oder eine Granulozytopenie im Rahmen eines Felty-Syndroms zu nennen. Häufig führt auch die immunsuppressive Therapie zu Blutbildveränderungen. Während manche Substanzen wie Cyclophosphamid alle 3 Zellreihen supprimieren können, gibt es auch selektivere Effekte, wie z. B. eine isolierte Thrombopenie unter Therapie mit Tocilizumab oder Januskinase (JAK)-Inhibitoren. Mitunter kann die differenzialdiagnostische Abklärung der Zytopenien schwierig sein und erfordert dann eine systematische Aufarbeitung des Krankheitsverlaufes sowie der erfolgten Behandlung. Die hier folgenden Übersichten zu Anämie, Leukopenie und Thrombopenie stellen die für den Rheumatologen wichtigsten Inhalte zur Differenzierung hämatologischer Veränderungen bei Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen zusammen.

: http://publica.fraunhofer.de/documents/N-480437.html